Ernst ihrer Aufgabe durchdrungen waren und ihren Stolz darin suchten, sich des ihnen bewiesenen Vertrauens würdig zu zeigen. Der durch langjährige Übung gewandte Administrator verstand es, die Berufenen von der Wichtigkeit ihrer Person und ihres Amtes zu überzeugen, und so legten sie sich auch mit Feuereifer ins Zeug. Nr. i hatte für Beschaffung und Herrichtung des Weihnachsbaumes sowie für Ausschmückung der Festhalle zu sorgen. Nr. 2 ordnete und leitete die Volksbelustigungen, Nr. 3 regelte die Magenfrage. Diesem wichtigsten Teil des Programms wurde allseitig die größte Bedeutung beigelegt; hier mußte man eine Ausnahme machen und durfte keinen Neuling mitwirken lassen, denn nur ein Fandeskundiger verstand sich darauf, aus den wenigen zu Gebote stehenden Vorräten eine Speisenfolge zusammenzustellen, welche der kritischen Betrachtung der älteren Jahrgänge standhalten konnte. Und einige von diesen hatten sich im Faufe der Jahre zu leidlichen Feinschmeckern herangebildet.
Inzwischen war das Fest nähergerückt, und der Ausschuß trat in Tätigkeit. Die zur Ausschmückung des Baumes erforderlichen bunten Glassachen usw. usw. wurden aus dem Dunkel einer Fagerhaus-Ecke, wo sie ein Jahr lang geschlummert hatten, ans Ficht gezogen, abgestaubt und auf ihre Verwendbarkeit geprüft. Fehlte etwas, so half der stets liebenswürdige, leider zu früh gestorbene Missionar Bergmann von der benachbarten Insel Siar aus.
Unsere netten javanischen Arbeiterinnen flochten aus Hibiscusrosen und stark duftendem Frangipani endlose Girlanden zur Ausschmückung des Festgebäudes. Die Veranda wurde mit den mehrere Meter langen Wedeln der Kokospalme und bunten Signalflaggen verziert. Den Vorbau über der Treppe krönte der „Plund mit dem blutigen Knochen“, die Kompagnieflagge, die sich schon in frühester Jugend,