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Im Lande des Paradiesvogels : ernste und heitere Erzählungen aus Deutsch Neu-Guinea / Carl Leidecker
Entstehung
Seite
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Ernst ihrer Aufgabe durchdrungen waren und ihren Stolz darin suchten, sich des ihnen bewiesenen Vertrauens würdig zu zeigen. Der durch langjährige Übung gewandte Admini­strator verstand es, die Berufenen von der Wichtigkeit ihrer Person und ihres Amtes zu überzeugen, und so legten sie sich auch mit Feuereifer ins Zeug. Nr. i hatte für Be­schaffung und Herrichtung des Weihnachsbaumes sowie für Ausschmückung der Festhalle zu sorgen. Nr. 2 ordnete und leitete die Volksbelustigungen, Nr. 3 regelte die Magen­frage. Diesem wichtigsten Teil des Programms wurde all­seitig die größte Bedeutung beigelegt; hier mußte man eine Ausnahme machen und durfte keinen Neuling mitwirken lassen, denn nur ein Fandeskundiger verstand sich darauf, aus den wenigen zu Gebote stehenden Vorräten eine Speisen­folge zusammenzustellen, welche der kritischen Betrachtung der älteren Jahrgänge standhalten konnte. Und einige von diesen hatten sich im Faufe der Jahre zu leidlichen Fein­schmeckern herangebildet.

Inzwischen war das Fest nähergerückt, und der Aus­schuß trat in Tätigkeit. Die zur Ausschmückung des Baumes erforderlichen bunten Glassachen usw. usw. wurden aus dem Dunkel einer Fagerhaus-Ecke, wo sie ein Jahr lang ge­schlummert hatten, ans Ficht gezogen, abgestaubt und auf ihre Verwendbarkeit geprüft. Fehlte etwas, so half der stets liebenswürdige, leider zu früh gestorbene Missionar Berg­mann von der benachbarten Insel Siar aus.

Unsere netten javanischen Arbeiterinnen flochten aus Hibiscusrosen und stark duftendem Frangipani endlose Gir­landen zur Ausschmückung des Festgebäudes. Die Veranda wurde mit den mehrere Meter langen Wedeln der Kokos­palme und bunten Signalflaggen verziert. Den Vorbau über der Treppe krönte derPlund mit dem blutigen Knochen, die Kompagnieflagge, die sich schon in frühester Jugend,