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Im Lande des Paradiesvogels : ernste und heitere Erzählungen aus Deutsch Neu-Guinea / Carl Leidecker
Entstehung
Seite
40
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Die Goldsucher,

Pitt Lövenich hatte in den sonnendurchglühten Stein­wüsten Inner-Australiens vergebens das Glück gejagt. Im wilden Verlangen nach der tückisch verborgenen Schatz­kammer hatte er mit brennenden Sohlen das Felsengewirr durchquert, mit verdurstender Kehle das trockene Bett des kleinen Flußlaufes durchwühlt. Aber immer wieder grinste ihm das nackte Grau der harten Felsen entgegen, immer wieder entglitt leerer, brennender Sand dem geschüttelten Sieb.

Nun saß er, in seinen Hoffnungen betrogen, auf der roh­gezimmerten Bank vor dem Eingang der dürftigen Gras- hüt'te, die ihm Obdach gab. Es wäre Vermessenheit gewesen, in dieser unendlichen Öde, umweht von den Schauern des Todes, noch länger der flüchtigen Göttin nachzurasen; oben im Norden, an den sonnigen blauen Buchten des Korallen­meeres, gab es laute, lichterfüllte Hallen mit sorglos fröh­lichen Menschen, Glücksjägern wie er, die die Schlupfwinkel der neckischen Göttin aufzustöbern verstanden.

Zu ihnen wollte er. .. .

Seit Wochen kreuzte Pitt mit seinem kleinen Segel­schoner an der Südostküste von Neu-Guinea. Er hatte die nordischen Küstenstädte Australiens nach wechselvollen Schicksalen wieder verlassen und war nach der Südsee ge­segelt. Vage Gerüchte von Goldfunden auf der geheimnis­voll düsteren Insel hatten ihm den Anstoß gegeben, von einem der zahlreichen Perlenfischer in der Torresstraße ein Segelboot zu erstehen und jene Insel aufzusuchen. Widrige