Die Goldsucher,
Pitt Lövenich hatte in den sonnendurchglühten Steinwüsten Inner-Australiens vergebens das Glück gejagt. Im wilden Verlangen nach der tückisch verborgenen Schatzkammer hatte er mit brennenden Sohlen das Felsengewirr durchquert, mit verdurstender Kehle das trockene Bett des kleinen Flußlaufes durchwühlt. Aber immer wieder grinste ihm das nackte Grau der harten Felsen entgegen, immer wieder entglitt leerer, brennender Sand dem geschüttelten Sieb. —
Nun saß er, in seinen Hoffnungen betrogen, auf der rohgezimmerten Bank vor dem Eingang der dürftigen Gras- hüt'te, die ihm Obdach gab. Es wäre Vermessenheit gewesen, in dieser unendlichen Öde, umweht von den Schauern des Todes, noch länger der flüchtigen Göttin nachzurasen; oben im Norden, an den sonnigen blauen Buchten des Korallenmeeres, gab es laute, lichterfüllte Hallen mit sorglos fröhlichen Menschen, Glücksjägern wie er, die die Schlupfwinkel der neckischen Göttin aufzustöbern verstanden.
Zu ihnen wollte er. .. .
Seit Wochen kreuzte Pitt mit seinem kleinen Segelschoner an der Südostküste von Neu-Guinea. Er hatte die nordischen Küstenstädte Australiens nach wechselvollen Schicksalen wieder verlassen und war nach der Südsee gesegelt. Vage Gerüchte von Goldfunden auf der geheimnisvoll düsteren Insel hatten ihm den Anstoß gegeben, von einem der zahlreichen Perlenfischer in der Torresstraße ein Segelboot zu erstehen und jene Insel aufzusuchen. Widrige