Umsomehr fühlte man sich veranlaßt, die Gelegenheit wahrzunehmen und tapfer mitzutun. Der Flaschenreigen auf dem Tisch wuchs zu einem ansehnlichen Stapel, der Lärm wurde lauter und fröhlicher.-
Da fuhr ein kalter Wasserstrahl in die vergnügte Runde. Mit schelmischem Faunslächeln donnerte der „Gastgeber“ verheißungsschwer über den Tisch: „So, nun woll’n wir die Pullen mal ausknobeln!“
Augenblicklich wurde es merkwürdig still; man sah sich verdutzt im Kreise um. „Sagen Sie mal, Berger“, wandte sich der schwachbesoldete Lagerassistent flüsternd zu seinem Nachbar, „wir sind doch eingeladen!“ Berger aber lächelte nur leise vor sich hin und nippte stumm an seinem Glase.
Einzig der Kaninchenjäger überblickte mit gewohnter Meisterschaft die Lage. Es fiel ihm plötzlich ein, daß er noch einen eiligen Brief zu schreiben hatte, und so entwand er sich abschiednehmend dem drohenden Verhängnis. In der Türe stieß er mit dem langbezopften Ah Lie zusammen, der als gutgeschulter Diener seines Herrn eiligst den Knobelbecher brachte.
Bald darauf rollten die Würfel. Man hatte sich schnell in das Unvermeidliche gefunden und quittierte mit einigen derben Witzen die gelungene Überrumpelung. Man mußte eben die Feste feiern, wie sie fielen; und daß der Kapitän nicht nur ein tüchtiger Seefahrer war, sondern auch nie vergaß, daß die Neu-Guinea-Comp. keine Kontrakte auf Lebenszeit zu machen pflegte, war verständlich und verzeihlich. Also — Schwamm d’rüber! Die Zeit verrann, darußen lachte der Tag und drinnen lachte und lärmte die Jugend.-
An die Wiedersehensfeier schloß sich die Besichtigung der angeworbenen Arbeiter, die, ohne Groll über die lange Untätigkeit, in vorbildlicher Zufriedenheit auf dem Vorder-