17. Schirati — Heimreise.
Am 25. August gegen Mittag fuhren wir bewegten Herzens aus dem Hafen von Muanza. Vom Ufer her grüßen und winken sie alle, denen wir in den paar Tagen nähergetreten waren, bis die Hafenabschlussinseln hinter uns liegen und wir in die weite Wasserwelt des Sees hinausgetrieben sind. Und wie wohl tut da draußen die kräftige, frische Seeluft. Unsere Fahrt geht gegen Nordost dem Speke-Golf zu, der seiner ganzen Lage und Ausdehnung nach namentlich im Zusammenhang mit dem Ausbau der Nordbahn gerade für unser Seegebiet und nicht zuletzt im Interesse der baldmöglichsten Ausschaltung der englischen Ugandabahn einer vielversprechenden Zukunft entgegengeht.
Nachmittags fahren wir an der vielfach mit Urwald bestandenen Insel Ukerewe vorbei, um in einer einsamen Bucht derselben, wo die Dampfer ihren Holzheizbestand ergänzen, die Nacht über vor Anker zu liegen. In unseren Booten fahren wir ans Land. Einige stille Hütten, wohl von den Holzarbeitern angelegt, stehen malerisch im Vordergrund; hinter ihnen geht ein massiges Urwaldsdickicht in die Höhe, in das unsere Jagdfreunde, mit Munition reich ausgerüstet, nach den verschiedensten Richtungen eindrangen. Man hört sie bald und oft schießen. Aber als dann mit dem schnell zunehmenden Waldesdunkel einer um den anderen zum Dampfer zurückfuhr, da sah es mit der Jagdbeute recht windig aus: einige Wildtauben und kleine Seeadler und etwelche Hundsaffen (Paviane), die in ungezählten Scharen sich hier in der Höhe der Baumäste aufhalten, etwa 1 m lang sind, bellen wie die Hunde und nur, wenn angegriffen, dem Menschen durch ihr starkes und scharfes Gebiß gefährlich werden können. Wir, die wir zurückgeblieben, hatten den einzigartigen Genuß des Sonnenuntergangs: blutrot, in majestätischer Größe taucht sie hinter den Inselwaldbergen nieder, über die weite Seefläche eine lange, breite, blendende, glänzende Wassersonnenstraße breitend.
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