durch die bläulichen Wasser des Sees, und vom höheren Uferrand begrüßen wir die blendenden Wellblechhäuschen von Port Florence.
14. Port Florence—Djinjia—Entebbe.
Der englische Eingangshafen zum Viktoria-Nyanzasee und Endpunkt der Ugandabahn, Port Florence, hegt in der Nordostecke des Sees, der hier mit der lang-schmalen Kawirondobucht weit in das Land hineingeht. An dem leicht ansteigenden Norduferrand zerstreut liegen die wenigen kleinen, von Beamten bewohnten, hellen Blechdachhäuschen in einem Versteck von grünem Gebüsch und unscheinbaren Anlagen; etwas abseits das Eingeborenendorf mit seinen gelben Strohdachhütten. Nichts verrät hier äußerlich, daß wir uns am Einfalltor einer Zufahrtstraße zum Innern Afrikas befinden, deren gewaltige handelspolitische Zukunft vielleicht —, nein, aller Voraussicht nach die kühnsten bisherigen Erwartungen übertreffen mag. Ich denke dabei nur einmal an die Nord-Südeisenbahndurchquerung Afrikas, welche englisches Kapital, englische Zähigkeit, Ausdauer und koloniale Erfahrung in stiller, aber ständiger Arbeit erfolgreich weiterführt. Wo etwas zu holen, das findet der praktisch angelegte Engländer alsbald heraus.
Das englische, das nördliche Seeküstengebiet hat bei weitem nicht das ergiebige Hinterland wie das südliche, das deutsche. England hat deshalb durch Schaffung einer entsprechenden SeetransportflottiUe dafür gesorgt, daß es mit der ausschließlichen Beherrschung dieses dem Flächeninhalt des Königreichs Bayern entsprechenden Seengebiets seiner transversalen Ugandabahn von Anfang an nicht nur eine sichere, sondern eine in stetem und raschem Steigen begriffene Absatzquelle schuf. Bislang liefen zwei englische Dampfer zu je 600 Tonnen Ladefähigkeit mit Personen- und haupt-
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