Den Schlußstein unseres überaus reichhaltigen Sansibar- Programmes bildete die gemeinsame Nachmittagsfahrt der deutschen Kolonie mittels Extrazugs der von einer amerikanischen (!) Gesellschaft erbauten schmalspurigen Mbubu-Bahn der Ostseite der Insel entlang zur Besichtigung von Plantagen. Interessant war die Rückfahrt, die vielfach mitten durch niederbrennende Busch- und Grashochsteppen ging-
Nach herzlicher Verabschiedung auf unserem Dampfer fuhren wir spät abends nordostwärts wieder der afrikanischen Küste zu.
9. Pangani — Buschiri-Hof — Tanga — Ost-Usambara.
In der Nacht vom 5. auf den 6. August fuhren wir mit dem Dampfer „General" in nahezu nördlicher Richtung von Sansibar der deutsch-afrikanischen Küste zu. Unser Besuch galt dem Flußtal des Pangani. Weil größere Dampfer dort wegen der offenen Reede nicht einlaufen können, mußten wir in der See auf den kleinen Dampfer „Martha" der,,Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft", der den kleineren Küstenverkehr nach Daressalam, Tanga und anderen Orten und namentlich das Überladen der Frachten auf große Dampfer besorgt, umsteigen. Welch herrlicher Blick bei dem wegen der großen Gefahr des Auflaufens auf die vielen Sandbarren nur langsamen Einfahren! Links vor uns steil ins Wasser fallende Felswände, an denen die Brandungswellen sich hoch aufbäumend abstoßen, während über sie hin landeinwärts das anmutige Frischgrün von Plantagenanlagen, soweit das Auge reicht, und weiter rückwärts freundliche Höhenzüge sich ausdehnen; vor uns der breite Flußeingang; zur Rechten im Vordergrund die reizvoll in der Flußniederung gelegene, in das Grün der Kokospalmwälder eingebettete Ortschaft Pangani mit ihren hellfarbigen,
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