zur Verfügung steht. Stolz lagen die beiden französischen Kreuzer, deren Dampfpinasse den Verkehr mit dem Lande vermittelt, vor Anker, und ihr Scheinwerfer bestrich unser Schiff beim Ausfahren.
3. Tanger — Neapel.
Zunächst schicke ich meinem heutigen Bericht einen „siedendheißen Gruß" aus dem „Roten Meer" voraus. Bei 35 Grad Celsius im Schatten nach dem zweiten Frühstück, während „über allen Wipfeln" des Promenade- und der anderen Decks die „Ruhe" des Mittags und Sonnenglut, aber „kaum ein Hauch" zu spüren ist, beginne ich weiter zu referieren.
Den Hafen von Tanger haben wir hinter uns. Mit starkem Nordostkurs biegen wir in die Straße von Gibraltar. Eine überaus klare Mondnacht breitet sich über die stillen, weiten Wasser. Die Luft ist klar und erfrischend. Schon von weitem leuchten und glänzen uns die Lichter aus den Niederungen der gewaltigen Bucht von Algeciras und von den Höhen der Stadt und die Leuchtfeuer der Festung Gibraltar entgegen. Ein besonders interessantes Bild bietet das beinahe halbkreisförmige Becken von Algeciras, einer der geräumigsten, sichersten Häfen der Welt. Friedliche, feierliche Nachtstimmung liegt über der weiten, im Mondschein glänzenden Wasserfläche, über die herüber die Häuser des spanischen Städtchens Algeciras, magisch beleuchtet, grüßen. Am Südostende der Bucht die bergan steigenden Häuser und Straßen der terrassenförmig in die Höhe strebenden englischen Stadt Gibraltar, deren gewaltige Befestigungen auf der weit gegen Süden ins Meer hinausgehenden Landzunge mit ihren Festungswerken, Felsgalerien und Mauern den Hafeneingang wehren. Ein unvergeßliches Bild bietet der Abschluß dieser Land-
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