das „Witte Huis", 45 m hoch, mit 13 Stockwerken, und glauben der Mitteilung, daß wir das höchste Haus Europas vor uns haben. Als wir zu unserem „Kronprinz" abends zurückkommen, wird noch immer — Tag und Nacht unununterbrochen — eingeladen: ganze Eisenbahnzüge Kohlen und sämtliches eiserne Schienenmaterial für die deutsch- ostafrikanische Eisenbahn nach Morogoro.
Morgen früh (27. Juni) gehen wir auf volle vier Tage in See, um hoffentlich in Lissabon gut anzukommen.
2. Rotterdam — Tanger.
Am 27. Juni, früh ö 1 /^ Uhr, machen wir in Rotterdam los. Freundlich scheint die Sonne durch die Masten und spiegelt sich wieder in dem leicht bewegten Wasser. Ein prächtiger Morgen und eine erquickend frische Brise, so fahren wir durch den Mastenwald aus dem Hafen heraus, zurückblickend über die glänzende, seidengraue Wasserfläche hinweg auf die nach und nach entschwindende Stadt. Zu beiden Seiten der Maas saftige, satt-hellgrüne Wiesenmatten, Dampfer auf Dampfer passierend, so erreichen wir das offene Meer, dessen tief grünblaue Farbe sich deutlich abhebt von der schmutzig grüngrauen des vereinigten Maas- Rhein. Vier volle Tage und Nächte schwimmen wir nun ununterbrochen auf dem Wasser von der Nordsee durch den Kanal über den Golf von Viscaya in den Atlantischen Ozean, um Sonntag den 1. Juli vormittags in Lissabon auf 1V 2 Tage Rast zu machen. Was wir auf dieser viermal 24-Stundenfahrt alles gesehen und erlebt, soll an dieser Stelle, um nicht zu breit zu werden, nur kurz skizziert werden.
Schon im Kanal hatten wir mit bewegter See und abwechselnd mit lokalem Nebel zu kämpfen. Auf Steuerbordseite (rechts) erscheinen über der Brandung die langgedehnten, durch Bojen erkenntlich gemachten Sandbänke, und dahinter
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