die zum größten Teil aus Bayern und Württemberg stammen, Abschied — wohl auf immer.
Abends versammeln wir uns wieder in den gastlichen Räumen des Bezirksamts, dessen derzeitiger Leiter, Freiherr v. N o s t i z , uns in liebenswürdiger Weise aufgenommen. Auch die Vertreter der Ansiedler und der Plantagenbesitzer — eine Dame der letzteren versah aufs beste die Stelle der Hausfrau — waren zum Abschied geladen. Und noch lange nach Mitternacht saß man, abwechselnd von der alten und neuen Heimat plaudernd, gemütlich beisammen.
Am nächsten Morgen zogen wir schon zeitig früh wieder hinunter zur Bahn, von den Ansiedlern und den Eingeborenen vielfach begleitet. An allen Stationen ein Leben und Treiben, als wenn weit und breit alles auf den Beinen wäre. Die Schwarzen drängen sich förmlich zu und in die Wagen, ein ständiges Abschiednehmen und Schreien und Rufen. Die Ansiedler selbst machen zumeist mit ihren Frauen die Reise zur Küste mit. Denn in Tanga geben sich heute abend zur Verabschiedung die Deutschen aus Ost- und West-Usambara ein Stelldichein. Nach sechsstündiger Fahrt haben wir Tanga und damit das Meer wieder erreicht. Eine erhebende Feier im Klubhause, an der über 80 Personen, darunter eine ganze Anzahl von Damen, teilnahmen, beschloß die unvergeßliche Fahrt in die einzig schönen Usambaraberge.
Morgen früh werden wir über Mombassa und die Ugandabahn die Fahrt nach dem Innern, speziell nach dem Viktoria- ISFyansa-See, antreten.
12. Abfahrt Tanga. — Mombassa. — Die Bedeutung der Ugandabahn.
Der Morgen des 14. August brachte uns mit dem Abschied von Tanga und von dem Küstengebiet der Kolonie — eigentlich auch das Scheiden von dieser selbst. Man
83
6*