zerschossenen, aber glücklich geheilten Arm —, und ein Bruder, der gewandte Sammler und Leiter der „Poliklinik" — und ein armes, kleines Missionshäuschen! Und doch, welche Fahnenmastenallee, welche Ehrenpforten und sinnige, die Feier des Tages deutende Embleme und Bildwerke! Und sind es nicht die teuren Fahnenfarben in Gelb-Weiß, Schwarz-Weiß-Rot und Blau-Weiß, die hier in weiter Ferne lustig und stolz die Grüße der Heimat bringen! Und erst unsere schwarzen Christenbrüder! Wie drängen sie halb schüchtern, doch die Kinderfreude in Armen und Augen, zusammen dem entgegen, der da kommt im Namen des Herrn. Fürwahr, ein rührendes Bild, jedenfalls das eigenartigste und für uns Katholiken das erhebendste, das die Tropen uns schauen ließen. Schweren Herzens nahmen wir Abschied von diesem Bild und all dem Lieben, was innerhalb seines Rahmens uns teuer war.
Noch — nach dieser langstündigen Wanderung — ein gutes Frühstück im schönen Garten der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft, — und dann trägt uns der Dampfer schon heimwärts, gen Norden zu dem 240 Seemeilen entfernten Bagamoyo. Lindi aber, eine der schönsten Perlen unserer Kolonie, wollen wir in guter Erinnerung behalten.
8. Bagamoyo — Saadani — Sansibar.
Auf der Rückfahrt von Süden her trafen wir am 3. August vormittags vor Bagamoyo, der bisherigen Hauptstadt des Landes, ein. Mangels eines Hafens und da die großen Dampfer bei der seichten Rhede nicht ans Land herankommen können, mußten wir ausgebootet werden. Also Ausparkierung in zwei feste Boote, und dann eine eineinhalbstündige Bootsfahrt bei starkem Monsun. Nur der größten Anstrengung und der Rudersicherheit und Ausdauer unserer Schwarzen gelang es, uns, die wir allerdings
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