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Die deutschen Kolonien / von Alfred Berg
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Länderkunde der dentschen Kolonien. /-»<»^^>-»

Seeschiffahrt sind günstige Landungsgelegcuheiteu geschaffen, die Schätze des Erdgeziuuuers begiuueu sich ailszutuu. Das vom Muttcrlandc bisher stets vernachlässigte Besitztum er­öffnet der Plantagen- und der Volksknltnr aller tropischen Gewächse die glänzendsten ?lnssichtcn, das i^lima des Innern läßt kanni etwas zu lvünschcn übrig. Ohne Eisen­bahnen freilich ist dein weiten Raum weitig zn helfen.

3. Dciltsch-Südwcstafnkn.

Die politische Umgrenzung unseres südwcstasrit'anischen Schutzgebietes zeigt uicht solch künstliches Bild wie die Kameruns, abgesehen von jenem bis an den Sambesi- strom oberhalb der berühmten Biktoriafälle ausgezogenen, schmalen Randstreifen, der das Land anch an das Wasser- gcbiet des Indischen Ozeans anknüpft. Das Land wird im Norden vom Kunene und Okawango (Kubango), iin Süden vom Oranjc begrenzt, im Osten erstreckt sich seine .vwnptmasse teiliveisc bis znm 20., tcilivcise bis zum 21. ^nngenhalbkreis, also schon bis in die Bnschsteppe der Kala- chari. Die 14VV Icm lange Küstenlinie ist also von 17i/i« bis 283/i° s. Br. in unserm Besitz, abgesehen von der britischen Wnlfischvni unter dein 23. Parallel nnd den ebenfalls den Engländern gehörenden Inselchen vor der Südhälfte der Küste. Zu Nachbarn hat Dcutsch-Südwest- afrika im Norden Portngiesisch-Westasrila «Angola), im ^slen Britisch-Bctschnanalnnd, im bilden die britische Kap- kvlonie.

Die Ktistenebenc ist dnrchans sandiges, eintöniges ^liec>eriuigsland und hafennrin, da das Gestade nnr wenig gegliedert ist. Nur zwei wirklich wertvolle Eingangspforten ins Innere treten schon im Kartenbilde, deutlich hervor: Swakopmund*) und Angra Peqnena^) (oder- deritzbncht^"*). Die offene Reede von Swntopmund hat

*) Mündung der Slvakop oder Tsoakhaub. **) Portugiesisch; angra Bucht, pequeua (sprich PZI«'»^) klein. Nach dem Bremer Grvßlaufiuaun Adolf Lüdcritz.

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