F2 Länderkunde der deutsche» Kolonien. >-»>z»-^<v.:»x^»>
bevorzugtes Anwerbcgcbiet für Arbeitskräfte. Das ist aber bisher der einzige ?!utzen, den wir aus diesem Besitz gc zogen haben, und doch bieten Boocnsnichtbarkeit, Klima und eiue hafenreiche Küste die besten Vorbedingungen zur Anlage der edelsten Tropenkulturen. Anch die Handels- beocutnng der Salomonen ist gleich Null, denn die Küsten stamme verhalten sich im ganzen den Weißen gegenüber feindselig nnd unnahbar und verwehren überdies den Bergbewohnern des Inneren, zum Handel herabznkommen.
Die kleineren Inselgruppen und Inseln sind durch zahlreiche Zweigfaktoreien der Handelshäuser vom Kaiscrwilhelmslaud und Bismcirck-Archipcl ans dein Handel und dem Plnntagenbau eröffnet.
6. Dciitsch-Mikroncsieii.
Von der großen Jnselflur der Südscc, die wir nun betreten und die man gewöhnlich „Polynesien"*) nennt, sondern sich die nordwestlichen Inselgruppen., im Winkel zwischen dem Ägucitor und dem 180. Meridian, dnrch ihre eigene Bcvölkcrnug ab. Mau faßt sie daher unter dem Namen „Mikronesien"**) zusammen. Der braune Menschenschlag ist hier nämlich nicht den Polynesien», d. h. den Malaien der Südsee, zuzurechnen, sondern stellt sich als eine Mischrasse zwischen Polyucsicrn und Papua heraus.
Das in kleinen uud kleinsten Inseln weithin über die gewaltige Mccrcsslächc zerstreute Land ist uicht als Rest eines ursprünglich zusammenhängenden Festlandes (oder mehrerer) zu dcntcn. Die Inseln zerfallen vielmehr der Bodenbcschaffcuhcit nach in zwei Gruppeu, die sich aber räumlich gegenseitig nicht ausschließen: vulkanische Inseln uud korallinische Eilande. Die vulkanischen Gebilde sind Hochinseln und aus duuklem Ergnßgesteiu ausgebaut. Sie haben mehr als kreisrunde Gestalt und
5) — griechisch „Bielinselwclt". ^) ^ griechisch ,Mei»inü'lwc>t".