^^.^»Kc»^^^. Länderkunde der deutschen Kolonien. >-«>-^>-v^>^ 91
5)errschaft von Jahr zu Jahr gestiegen. Die fortwährenden Fehden der Eingeborenen untereinander haben aufgehört. Dem unsinnigen Schuldenmachen, das besonders den Wohlstand der Häuptlinge untergrub, ist ebenfalls gewaltsam ein Ende gemacht worden. Die Kultur der Kokospalme kann räumlich noch beträchtlich ausgedehnt werden. „Ihre höchste Bedeutung wird die kleine Kolonie erst erlangen, wenn einst der Seeweg durch Mittelamerika eröffnet ist und — neben (dem amerikanischen) Hawaii — die Marshallgruppe und die Karolinen als Hauptstationen im Straßennetze des Stillen Weltmeeres erstehen!"
7. Deutsch-Polyncsicn: Wcst-Samon.
Die Scimoagruppe^), die vielgcrühmte „Perle der Südsee", liegt ungefähr genau in der Mitte von ganz Polhnesien. Sie besteht aus drei größeren und einer Anzahl von kleinen Inseln. Die kleinere östliche Hälfte mit dem einzigen Hafen (Pango-Pango auf Tutuila) ist Besitz der Bereinigten Staaten. De>r größere Westen, Dcutsch- Samoa, umfaßt die beiden großen Inseln Sawaii und Upolu, die kleineren Manono und Apolima und winzige Küstcneilande.
Die deutschen Inseln sind durchweg vulkanische Hoch- iuselu aus basaltischem Gestein, das oberflächlich zu außerordentlich fruchtbarer Ackerkrume verwittert ist. Das langgestreckte Upolu, dessen Berglnnd im Lcpua mit 1VVV m gipfelt, besitzt ergiebigeren Boden als das größere, rauten-. förmig umrisseue Sawaii. Dieses erhebt sich im Toia- vea noch 600 in höher; an seinen steileren Hängen bleibt der überdies das Wasser stark durchlassende Vcrwittcrungs- schntt weniger leicht haften. Das Vultaugebiet von Sawai
Sprich: „ßämüs". Die Inseln wurden von dem niederländischen Seefahrer Roggeveen entdeckt. Der Franzose Bougain- villc, der sie 1768 wicdercntdecktc, nannte sie Islss clss ZsaviZs-tsurs (Schiffcrinselnl,