^.^^^^.»K^^ Länderkunde der deutschen Kolonien, ^-^Xo^^ 75
ö. Deutsch-Melanesien.
(Der Anteil Deutschlands an den Australischen Inseln.)
Australische Inseln nennen wir jenen Jnsclbogen von Neuguinea bis Neuseeland, der seiner Entstehung nach noch zum Australkontincnt gehört und sich von Polynesien überdies durch die Bevölkerung scheidet. Die Gruppe bis Neukaledonien hat nach ihren Bewohnern den Namen melanesische oder Papuanische Jnselreihe*) erhalten, und hier besitzt das Deutsche Reich folgende Schutzgebiete:
1. das Kaiserwilhclmsl>and auf Neuguinea,
2. den Bismarck-Archipel,
3. die Admiralitnts-Jnseln,
4. von den Salomonen: Bougainville und Buka,
5. eine Reihe kleinerer Inselgruppen und Inseln, die entweder um den Bismarck-Archipel herum liegen, z. B. die Tasman-Jnscln, oder weit abseits, wie Mapia im Nordwesten, Matador im Norden, Nauru^) im Nordosten, die schon zu Polynesien hinüberleiten.
Das Kaiserwilhclmsland auf Neuguinea.
Das dreieckförmige Kaiserwilhelmsland ist der Nordosten der großen Insel Neuguinea und grenzt im Westen an niederländisches, im Süden an britisches Gebiet.
I. Die 80V Icm lange Küste ist leicht zugänglich und hafcnrcich. Wie überall in diesen tropischen Meeren
Allerdings wohnen Melancsicr (Papua) auch auf den zn Polynesien gerechneten, östlicher gelegenen Fidschi-Inseln. — Neuseeland dagegen ist von echten Pvlynesiern bewohnt.
**) Nauru, das 70 m aufragt, wird amtlich zu den MarslM- Juseln gerechnet.