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Die deutschen Kolonien / von Alfred Berg
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II. ?>cutschc j.andcrwcrl>ungctt seit der IlölKcrwattderuttg.

Gegen den Schlus; des Altertume hatten die Ger manen iui Westen nnd bilden die Rvuier ^» ^.aclibaru gewonnen. Der Rhein vvn seiner Münvung bis in die Gegend von Ncuwied, der Greuzivall (Limes) und die Touau ungesühr vvn >tebUieim abivaris bildeten die t^iren^e, die das römische Wellreich vvn den nvch recht un zivilisierte» Beivvlmern südlich des <^erinanisel>en Ozeans »nd des «ue- bischen Meeres schieb.

Zeit dem Ende des zweiten Jahrhunderts v. Chr. be­gann ein unninerbrvchenes Eindringen der Geruiane» in das römische Reich. Tcr wesentliche Grnnd war der starke Zuwachs der Bevölkerung. Tie Landivirtsiliast ward nur vberslachlich betrieben, daher ninsjten sich zahlreiche Zcharen ans>erhalb der Lande5grenzen neuen '.'lckerbvden suchen. Tazn kamen kriegerischer Wageiuu! und rege Wanderlust, die lockenden Reize römischer ».ullur nnd Be- bränguug durch sriedgehässige ^>achbarn als >vcitere Wir knngen.

Um das Jahr ^tM v. Chr. hatten die Bastarnen als erste ^'ermanen die Tvnaulinie erreicht, ^ie sind dann in Makedonien untergegangen, '.^ichl besser ist es der zehn lanseiwkövsigen Masse der Kimbern nnd Teutonen ge­gangen, die ans den Gesilden der Provence »nd der Pvebene der Kriegsknnst römischer Legionen erlagen.

Trotzdem aber schvben die Germanen ihre alten Grenzen wcst- mW südwärts weiter, bis sie an jener Scheidelinie vom Rhein bis znr Tonan ausgehalten wurden, ^m Verlauf der groszen Völkerwanderung, der das weströmische Reich zum Ovscr siel, lieszcn sich germanische Ztämmc aus dem Boben Züd- und Westeuropas nieder, von den Britischen Inseln und den Cnnlcn des Herakles bis zum Äsvwsche» Meer. Teilweise überschritten sie sogar die Grenzen