Druckschrift 
Die deutschen Kolonien / von Alfred Berg
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

Länderkunde der deutschen Kolouieu. 7g

Als Handels- und Seefischerei-, vielmehr noch als Plantagenkolonie hat das Land eine große Zukunft. Die, Kokospalmenkulturen und die Tabakpflanzungen werfen schon jetzt reiche Erträge ab. Mit dem aussichtsreichen Aubau vou Kautschntbäumen, Kassee und Kakao hat man die ersten Versuche gemacht. Die Heranziehung der Papua zu Plantagenarbeitcn ist außerordentlich schwierig; man hat deshalb ausländische Arbeiter von den Bismarck-Jn- seln, ja sogar aus Java, Judicu und China herangezogen und neuerdings die Ansiedlung chinesischer und japanischer Baucrnfamilicn ins Auge gefaßt. Die Pflanzungen uud Faktoreien haben sich über das Küstengebiet hinaus nur wenig ausgedehnt und gehören zumeist derNeuguinea- Kompanie", die den Anstoß zur deutschen Besitzergreifung gab, oder derDeutschen Handels- und Plautngeu- gescllschaft der Südsce-Jnseln zu Hamburg", die im Jahre 1878 das Erbe der Firma Godesfroy antrat.

Auf die Küste sind auch die nennenswerten Sied­lungen beschränkt, die sich um die Astrolabebai scharen. Da liegt am westlichen Küstensanm, nördlich von der Mmrdung des Gogol, Fricdrichwilhelmshafeu an eiuer vorzüglichen Hafcuvucht. Im innersten Winkel liegt Stc- phansort, östlich davon Konstantiuhafen. Die frühere Hauptstation der Neuguinea-Kompanie, Finschhafeu im Nordostcn des Huongolfs, wurde 1892 wegen ungünstiger klimatischer Verhältnisse aufgegeben. Die Verbin­dung mit Europa unterhalten zwei Linien desNord­deutschen Llvyd", die zwischen Singapore bczw. Hong­kong uud Sydney verkehren und auch die Marianen und die Karolinen anlaufen.

b) Der Bismarck-Archipcl, die Admiralitäts- Iuscln, die deutschen Salomonen und die kleinereu Inselgruppen und Inseln.

Die dem mittleren Teil der Küste vou Kniserwilhelms- land vorliegenden Inseln werden nach Züdvsten zu immee