FF ^K»»^^^.^. Länderkunde der deutschen Kolonien. >s,>§^^/ev-«»^»/Z»?
verwandte Mariancnhirsch auf, der von den Philippinen her eingeführt ist, und die verwilderte Rinderherde, die die Savannen und Buschwälder Tiniaus belebt.
Die früher zahlreiche Urbevölkerung, die Chain orro, deren es bei der Ankunft der Spanier im Jahre 1669 noch 100000 bis 150000 gab, ist auf ein winziges .Häuflein zusammengeschmolzen. „In Scharen waren Männer, Frauen und Kinder zusammengetrieben und mit Waffengewalt zur Annahme des Christentums gezwungen worden. Nach der Taufe aber wurden die Konvertiten sofort umgebracht, damit keine der neugewonnenen Seelen dem Himmel wieder verloren gehe. Das ist echt spanische Art zn kolonisieren!" Außerdem verminderten Krankheiten die Kopfzahl der Bevölkerung, so daß die Spanier von den Karolinen (besonders vom Rukatoll) und von den Palau 800 neue Siedler herbeiholten. Außer diesen Bevölkerungsschichten bewohnen das Land noch einige Malaien, Japaner und Tagalcn.^)
Die Marianen sind für uns besonders wertvoll als Stützpunkt der Verbindung unseres Südseebcsitzes mit der ostasiatischen Kolonie. Sonst sind sie derselben Entwickelung fähig wie die Karolinen. Das Haupterzcugnis ist zurzeit die Kopra. Mit Anpflanzungen von Zuckerrohr, Kaffee, Kakao nnd Tabak ist begonnen worden. Der Haupthandelsplatz und Regierungssitz ist die Insel Saipan.
ä) Die Marshall-Jnseln. Im Osten der Karolinen liegen die kleinen Eilande der Marshall-Jnseln^^), die sich in zwei parallelen Zügen, den Rälik und den Ratak, von Nordwestcn nach Südosten hinziehen. Alle sind Flachinseln, also koral- linischen Ursprungs, und nmgeben zu mehreren eine gc-
^) einer, der den Glauben geändert hat. ^) Tagalen nennt man die meist christliche Malaiciibevölke- rung der Philippinen.
Nach dem britischen HandclÄapitän Mnrshall bcnamit, der sie im Sommer 1788 untersuchte und gcographiscb aufnahm.