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Die deutschen Kolonien / von Alfred Berg
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Länderkunde der deutschen Kolonien. ^>«v>-«^^» FZ

sind an Flächeninhalt verhältnismäßig groß, kommen aber nicht häufig vor. Die Korallcninseln, Flach in seln aus hellfarbigem korallinischen Kalkgestein, find langgezogene, schmale, ganz kleine Eilande, die sich häufig zu Kränzen «Atollen) um ein flaches Becken des Meeres, eine La­gune, aneinander reihen.

Die mikronesischen Inseln sind alle deutscher Be­sitz. Sie bilden die Gruppen der Karolinen, Palan, Mariancn und M arshall-Jnseln. Nur die größte Mnrianeninsel Guam gehört den Vereinigten Staaten von Amerika, und die quer über den Äqnator liegenden Gilbert-Jnscln sind englisch.

a) Die Karolinen.

Bon allen Inselgruppen der Südsee nehmen die Karo­linen*) den größten Raum ein. Die lang aufgeschlossene Jnselschnur erstreckt, sich in westöstlicher Richtung 2900 Km, das ist eine Entfernung wie von der Straße von Gibraltar bis znr Ostspitze von Kreta. Die nordsüdliche Breite beträgt im Höchstfalle 700 Km (wie von der Elbmündung bis znm Bodensee). Trotz dieser großen Ausdehnung beträgt ihr Flächeninhalt doch nur 1150 Icm; sie übertreffen also gerade das Fürstentum Waldcck nm ein Geringes. Sie bestehen nämlich aus vielen kleinen Korallcninseln, die bald einzeln für sich liegen, bald in Risfkrünzen Lagunen umgeben. Nur einige sind basaltische Hochinseln, so in der westlichen Gruppe Iap, in der Mitte Rnk, im Osten Ponape und Knsaie.

Kusaie, die östlichste Insel der Grnppe, bietet ein typisches Beispiel für die karolinischen Hochinseln. Seine von einem Wallriff umgebenen Basaltmassen erreichen in steilen Formen bedeutende Höhen.

Das bergige Innere dieser Hochinscln zeigt die wechsel-

*) Sie wnrde am Anfang des 16. Jahrhunderts entdeckt und später nach dem spanischen König Karl II. benannt.

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