Druckschrift 
Zweyter Theil (1817) Nebst drey Anhängen : 1. Von Getränken. 2 Vom Aufbewahren und Einmachen. 3. Vom Einschlachten und Würstemachen
Entstehung
Seite
206
Einzelbild herunterladen
 

206

einem leinenen Beutel überzieht, daß dasselbe fest sitzt, jedoch aber mit Leichtigkeit davon abgezogen werden kann. Man bindet ihn an beyden Enden um den Spieß und um das Holz herum, macht hinter demselben ein Holzfener an, und bestreicht mehrere Male das Leinen mit geschmolzener But­ter, wahrend man die Bratuhr geschwind um­laufen laßt, und wenn es heiß ist, begicßt man es allenthalben mit dem dritten Theil der angegebe­nen Masse, und ist diese gahr und gelb, so gießt man wieder ein zweytes Fünftheil der Teigmasse über jene Masse herüber, und fährt damit fort, bis alle fünf Fünftheile Teigmasse gahr sind. Alsdann besprengt man den Kuchen mit Wein, bestreut ihn mit Zucker, dreht den Spieß unter­dessen vor dem starken Feuer rasch um, bis der Zucker geschmolzen und der Kuchen braun und glacirt ist, wozu ungefähr 2 Stunden gerechnet werden.

229. Auf andere, Art. Man rührt 2 Pfund sehr gute frische Butter zu Schaum, und nach und nach zo Eydotter, Pfund gestoßenen Zucker und 2 Pfund feines Mehl darunter, 1 Stunde lang, alsdann thut man von z Citronen die abgeriebene Schale, 1 Loth Kancel, Z Loth Nelken, 1 Muskatnuß, 5 Quent­chen Muskatblüthe, 4 Loth feingejchnitiencn Ei-