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Vierzehntes Kapitel.
Erhebung europäischer Tonkunst zu der modernen Musik — 'über alle Nationen; — auch durch vervollkommnete Instrumente, Piano~ forte, Violoncello, Hoboe, Clarinette und freie musikalisc/i-poetische Texte. Metastasio, Geliert , Ramler, Wieland, Weisse. Bedingungen des musikalischen Textes.
§. 85.
Die sensitive Periode der lebendigeren Gefühls- darstellung in der Melodie gellt seit dieser Zeit zum sensitiv - intellektuellen Bewusstsein und zum absichtlichen Gebrauche der K unstmittel über. So wie sich das menschliche Leben überhaupt allmählig entwickelt, und sich in den Lebensaltern vom Erwachen aus dem Nachtleben der Kindheit zum Besonnensein am Morgen — und bis zur Höhe des Mittags — stufenweise Ausbildung zeigt, so wachst jede Kunst, — die einfachste, wie die Baukunst, am ersten und schnellsten. Die Musik, als die vielfach-zusammengesetzte, bedurfte die längste Zeit zu ihrer höheren Stufe und zu ihrer vollendeten Männlichkeit, von welcher sie aber auch, wie das menschliche Leben, wenn es eine Zeit lang in unverändert scheinender Kraft — stille zu stehen schien, wieder herabsinken muss.
Indem der grösste Theil der europäischen Völker von den grossen Meistern des vorigen Kapitels zum Meridian der tönenden Kunstwelt gehoben wird, scheidet sich die sensitiv - intellektuelle Harmonie nicht blos gänzlich von der antiken.