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Fünftes Kapitel.
Vebergang aus dem Zustande des kunstlosen ichsels zu einem geregelten Gebrauche — durch Sing - und Prophetenschulen. Magie der Kunst und ihre Anwendung zur Erziehung. Samuel, David, Homer, Pythagoras. Erste Kunstperiode. Urquelle der Kunst.
§. 30.
Bis zu diesen Schöpfern und Bildnern ihrer Nationen trieb sich die Urmusik des Orients in »ehr engen Schranken herum, ohne bestimmte Melodie und ohne bestimmten Rhythmus in imendli- chen Wiederholungen von einerlei Tonformen, wodurch ein Anklang von Rhythmus entsteht. Dieser Zustand bleibt so lange in einem Volke, bis einmal ein Genie, ein ungewöhnlicher Denker, der schreiben kann, erscheint und die rohen Elemente zur Kunst erhebt. Höchst wahrscheinlich ist vor Samuel und David bei den Hebräern, vor Homer bei den Griechen die Musik nichts mehr gewesen, als bei einigen Völkern, welche eben aus dem Stande der Natur sich erhoben haben (22.).
Einen Uebergang machen die Völkerschaften, die an den Grenzen kullivirter Nationen wohnen. Bei diesen ist noch Gesang und Tanz verbunden. Die Tänze sind aber sinniger als unsere europäischen Tänze. Die Ueberbleibsel des Caziken-Stammes in der Nachbarschaft von Mexico — und der Ureinwohner am Lorenzo-Flusse, a?ri Niagara singen Opfer-, Hochzeits-, Lanzen-, Kriegs-, Tod- len-, Friedens-, Heimkehr-, Skalpier-Tänze. Sie