^2 Herrl. Klima und reiche Bodenprodukte der merikan. Hochebene. Heft.
seltener Frost ein. Ueber s bis 2 Tage bleibt aber der Schnee nicht liegen, den die einmal hervorgekommene Tonne in wenigen Ttunden hinwegtrocknet. Die Temperaturunterschiede sind aus der ganzen Hochebene zwischen Tag und Nacht, Tonne und Tchatten ganz außerordentliche; erstere bewegen sich zwischen p unter 0 und 50 bis 55 o U.. über 0; letztere zwischen -s- sq. bis 20 und -H oO bis 5v ^ U.«
Zur Regenzeit aber bekleidet sich diese Dürre von Mesquite und Raktusgesträuch init einer grünen leichten Grasdecke. Für die Rinderherden wird das eine erquickende Tpeise, die das ganze Jahr vorhalten muß. Manche Gegenden sreilich, z. B. Tan Louis potosi, Monterey in Toahuila u. a. haben schon seit Zähren nur kurze Ttunden leichtes Regenprickeln erlebt. Wo nicht Bergflüsse Wasser zutragen und künstliche Bewässerung ermöglichen, muß der mexikanische Rauchers hier jahrelang vergebens säen. Zn der Hauptstadt, an den flachen Rüsten und in den südlichen Tropengegenden dagegen strömt dann von nachmittags 2 oder H Uhr ab regelmäßig oft unter Donner und Blitz gewaltiger Regen hernieder, der die Ttraßen in Gießbäche verwandelt, bis die Nacht wieder klarsten Tternenhimmel und der Morgen heitersten Tonnenschein hervorzaubert.
Fast alles Land aus der riesigen Hochebene kann durch künstliche Bewässerung in fruchtbares Ackerfeld verwandelt werden. Aus kiesigein Boden, in einer Bergniederung, wo die Wasser zur Regenzeit zusammenfließen, und der kaum einige Tentimeter gelockert ist, wirft ein armer Bauer achtlos den Tamen hin; und wenn es nur zweimal daraus regnet, so wird ihm der reichste Erntesegen. Leider ist aus der weiten Ebene nur selten die künstliche Bewässerung ohne bedeutende Vorarbeiten möglich. Man muß das Wasser der Ttröme zur Regenzeit, wo es oft in ungeheuren Massen die großen sandigen Betten durchflutet, stauen, um es in großen und kleinen Aanälen weiterzuleben. Die Waldarmut der mexikanischen Hochebene ist nur zum kleinen Teil durch die Ausrodung der spanischen Mönche eingetreten. Wind und Tonne vertrocknen die Tamenkörner und der Platzregen fegt die dünne Erdschicht von den Felsenbergen hinweg. Der Tpanier hat nichts zur Beseitigung der Waldarmut und der dadurch vermehrten Regellosigkeit gethan. Der Tpanier kam ja als Goldsucher, nicht als landwirtschaftlicher Aolonisator ins Land.
Gewöhnlich wird in Mexiko wie in den übrigen Ländern des tropischen Amerika die eben beschriebene Hochebenen-Region tierra tria, kühle Gegend, genannt, nach ihren Produkten muß die Hochebene zum Teil noch zur tierra templaciu, zur milden, subtropischen Gegend gerechnet werden. Aus der Hochebene gedeihen besonders Mais und Weizen, dazu alle europäischen Getreide-, Gemüse- und Obstarten, wenn auch letztere wegen des Regenmangels meist ziemlich säst- und geschmacklos sind. Der Weinbau ist nur in wenigen Gegenden des Nordens, El Paso, Thihuahua, parras, beliebt und liefert hier herrliche süße Trauben, aber nur ein wenig