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Saomriffes bis auf große Entfernung- an, und die
runde Ausbreitung des grünen Wassers bei der
Klippe Lipek in der Elisabethenbucht sagt uns so-
onr daß hier ein kleines Atoll vorhanden sein muß & '
Rasch führt ein Mittelton aus dem Grün des seichten Wassers in das Blau hinüber, welches das tiefe Meer heim Anblick aus größerer Höhe zu zeigen pflegt. Wie lockt dies Blau und das verführerische Glitzern der weiten Wasserfläche, auf der weit draußen ein Segelschiff seine Bahn zieht! Welch ein Kontrast dieser Farbe gegenüber den verschiedenen grünen und gelblichen Farbtönen der Riffe, der Grasfluren und nahen Wälder, dem Blau der fernen Berge und des Himmels, dem Weiß des Strandes und der Brandung, wie der Haufenwolken über uns, dem Grau drohender Wetterwolken an fernen Gebirgshäuptern! Dazu die Gegensätze zwischen der weit ausgebreiteten Wasserfläche und den teils ebenen, teils energisch, aber sehr verschieden hoch aufragenden Landflächen, zwischen den Linien der Küste und denen der Kämme und Grate: beide vielfach gebrochen und un
ruhig, aber doch in ihrem Verlauf so durchaus verschieden. Es ist ein Bild, das nach Mannigfaltigkeit der Formen wie der Farben, nach der Vielartigkeit der Durchdringung des Wassers und Landes seinesgleichen auf der weiten Erde sucht! Wohl fehlt die blendende Weiße des Schnees, das schimmernde Blau der Gletscher unseres Hochgebirges, wohl fehlen die kahlen, schroffen Zacken, Türme und Zinnen der Kalkgebirge unserer Zonen, die wogenden Ährenfelder, die großen Städte unserer Heimat, ja selbst die herrlichen Gestalten der Vulkane Neu-Pommerns und der Salomonen oder die wilden Hochgebirge Neu- Guineas, aber doch ist die Summe der landschaftlichen Schönheiten groß und der Zauber einer noch größtenteils unberührten Natur, die Ruhe und Stille der Umgebung bestricken den Reisenden und erfüllen seine Seele, so daß er gar manches Mal in dem geschäftigen Treiben der Heimat, wo selbst auf den Bergen keine Einsamkeit mehr wohnt, sich zurücksehnen wird in dieses meerumgürtete Land der Schönheit und der Wärme.
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Nachtrag.
Bodenanalysen.
Nach Abschluß des Druckes sind mir die Analysen der von mir auf Neu-Mecklenburg und Bougain- ville gesammelten Bodenarten zugegangen, die im Laboratorium der Königl. preußischen geologischen Landesanstalt unter Leitung des Herrn Professor Dr. Gans von den Herren K. Muenk, H. Pfeiffer und R. Wache ausgeführt worden sind. Genannten Herren, wie der Königl. geologischen Landesanstalt, bin ich für ihr Entgegenkommen zu aufrichtigem Dank verpflichtet.
Es versteht sich, daß aus den wenigen ] ) Analysen kein allgemeiner Schluß auf die Beschaffenheit der Böden von Neu-Mecklenburg und Umgebung gezogen werden kann, denn wenn sie auch nach Möglichkeit charakteristischen Bodenarten entnommen sind, die eine weite Verbreitung im ganzen Gebiet haben, so ist ihre Zahl doch viel zu gering,
*) Eine Anzahl von Erdproben war unterwegs infolge ungenügender Verpackung verloren gegangen oder infolge des Unleserlichwerdens der Etiquetten unverwendbar geworden.
um ein Urteil über den mittleren Nährsalzgehalt und das Mittel der physikalischen Eigenschaften zu gestatten. Aber die wenigen Analysen geben wenigstens einen Begriff davon, welcherlei Böden man in den genannten Südseegebieten in den betreffenden geologischen und pflanzengeographischen Formationen wohl erwarten darf.
Will man zum Vergleich heranziehen, was für Anforderungen an den Boden nach Wo hitmann in Deutschland für anspruchsvolle Kulturpflanzen zu stellen sind, so würde es sich in Neu-Mecklenburg, auf den Straßeninseln und selbst auf Bougain- ville noch um gute bis sehr gute Böden handeln - vorausgesetzt, daß die physikalischen Eigenschaften den Anforderungen der betreffenden Gewächse entsprechen. Wohltmanns 1 ) Tabelle lautet:
1) Nährstoff kapital westdeutscher Böden. Bonn 1901, zitiert in E. Ramann, Bodenkunde. 2. Aufl. Berlin 1905, S. 205.