Jahrgang 
1 (1910) Beiträge zur Landeskunde von Neu-Mecklenburg und seinen Nachbarinseln / von Karl Sapper. Mit einem Beitr. von C. Lauterbach
Entstehung
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Cassia mimosoides, Crotalaria linifolia, Uraxiä picta und Desmodium-Arten sich einschieben. Diese Grasfelder verdanken also in der Mehrzahl dem Menschen ihre Entstehung- und Erhaltung, 1 ) nur für ganz durchlässige, sterile Strecken, etwa junge

vulkanische Aschenfelder, oder Felsplateaus mit ge­ringer Bodendecke dürften sie die ursprüngliche und bleibende Formation darstellen, soweit man von solchen überhaupt sprechen kann. 1 )

Fünfter Abschnitt: Die Tierwelt.

Wie die Pflanzenwelt Neu-Mecklenburgs sich sehr eng an die Neu-Guineas anschließt, aber viel artenärmer als diese ist, so ist es auch mit der Tier­welt der Fall. Von Säugetieren sind außer Mäusen und Ratten fliegende Hunde, Fledermäuse, ein Beu­teleichhörnchen und ein Beutelbär heimisch, viel­leicht auch ein kleines Känguruh, außerdem einge­führt Schweine, die vielfach verwildert in den Wäl­dern sich herumtreiben, und Hunde; neuerdings in sehr geringer Zahl auch die europäischen und asia­tischen Haustiere: Pferde, Wasserbüffel, Rinder, Schafe, Ziegen. Reich ist die Vogelwelt vertreten: Tauben in großer Zahl, Papageien, Kuckucksarten, ein Nashornvogel, Großfußhühner, verschiedene Raubvögel, Eulen u. a. Zahlreich sind Geckonen, Schuppenfüßer und Glanzechsen vorhanden, dagegen sind Landschlangen selten (nur eine giftige Art), häufiger kleine giftige Seeschlangen. Zahlreich trifft man wieder Tausendfüßler, Landschnecken, Regen­würmer und allerhand Insekten, namentlich Schmet­terlinge. In einzelnen Gegenden sind Moskitos häufig, auf weiten Strecken fehlen sie aber fast ganz, so daß der Reisende sehr oft ohne Moskito­netz schlafen kann; Landblutegel, die Plage Neu- Guineas, kommen nur vereinzelt im Gebirge Süd- Neu-Mecklenburgs vor, Zecken (eingeführt) sind auf Nusa und West-Neu-Mecklenburg vorhanden da, wo Viehzucht getrieben wird. In den Flüssen und im Meer sind Muscheln, Schnecken und Fische in großer Menge zu treffen; sie sind für die Er­nährung der Eingeborenen von großer Bedeutung. Einzelne Seefische sind aber giftig und können nur unter bestimmten Vorsichtsmaßregeln gegessen

*) Aus Dr. Naumanns Bericht in Engters botanischen Jahrbüchern VI, 1885, S. 424, geht hervor, daß zur Zeit seines Besuchs der Insel (1875) die Ausdehnung der Savanne auf Neu-Hannover im Hinterland von Lawangai, wo er offenbar gelandet hatte, wesentlich größer war als gegenwärtig. Ich muß daraus den Schluß ziehen, daß die Bevölkerung des Ge­biets seit jener Zeit stark zurückgegangen sein muß, da die Ausdehnung der offenen Landschaft in diesen Gebieten einen Rückschluß auf die Bevölkerungsdichte gestattet. Sapper.

Mitteilungen a. d. D. Schutegebieten, Ergänzungsheft 3.

werden.-) Gefährlich sind in manchen Flüssen Leistenkrokodile, im Meer die zahlreichen Haifische. Holothurien (Trepang), Perlmuscheln und Perl­mutter liefernde Mollusken sowie Chagrin-Schild- kröten liefern wichtige Exportartikel.

Im allgemeinen ist die Tierwelt des Gebiets noch wenig untersucht. Die Sammlungen, die F r i e d e r i c i angelegt hat, sind leider /.um Teil auf dem Transport zugrunde gegangen, /.um an­deren Teile noch nicht untersucht.

Leider fehlen bisher eingehende Beobachtungen über die Tätigkeit der den Boden durchwühlenden Landtiere, die uns hier besonders interessieren wür­den, noch vollständig. Dagegen hat Guppy auf den nahen Salomonen bei seinen Untersuchungen über die rezenten Riffe dieser Insehr) auch Beob­achtungen über die Zerstörung des Riffkalks durch Organismen gemacht und gefunden, daß Holothu­rien den Sand zerkleinern, den sie wegen seines Ge­haltes an Diatomeen und Foraminifercn als Nahrung verschlucken (ähnlich den Regenwürmern, die Erde zu sich nehmen). G u p p y berechnete, daß eine häu­fige Riffart täglich etwa % Pfund Sand verschluckt. Bohrende Tiere helfen an der Zerkleinerung mit. und so entsteht zuletzt Schlamm.

Sehr wichtig sind auch die Beobachtungen Guppys über das Wachstum und die Zusammen­setzung der Korallenriffe, von denen ich hier das Wichtigste in Kürze anführen will, da ich selbst hierüber keine nennenswerten Beobachtungen machen konnte, und da auf Neu-Mecklenburg und seinen Nebeninseln offenbar ganz ähnliche Verhält­nisse herrschen:

J ) Die wichtigsten Nutzpflanzen der Eingeborenen, auf deren Verwendung in der Hauptsache ihre Ernährung beruht, sind offenbar mit Ausnahme der Kokospalmen von Menschen erst eingeführt worden: Taro, Yams, Bananen, Bataten u. a. Sapper.

2 ) Ein jäher Todesfall durch während meiner Anwesenheit in Mecklenburg.

3) Proc. R. Soc. Edinburgh 3, 1884/86, S. 857ff.

Fischvergiftung erfolgte Lamuson, West - Neu-

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