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Entwicklung- der betreffenden Gebiete wesentliche Hilfe leisten, obgleich stellenweise (z. B. Min und Matanalaua) eine Barre an der Mündung das Aus- und Einlaufen erschwert. Diese stellenweise schiffbaren Flüsse sind auf Gebiete beschränkt, die eine leichte Senkung und dadurch Aufstauen des Flußwassers erfahren zu haben scheinen.
An vielen Küstenstrecken (so an den Küsten Süd-Neu-Mecklenburgs und an der Südküste Neu-Hannovers 1 )) werfen Küstenströmungen und Küstenversetzung Sand- und Geröllwälle auf, die entweder die Flüsse und Bäche zu einem mehr oder weniger langen Umwege zwingen, ehe sie ins Meer einmünden können oder ihre Wasser überhaupt aufstauen, so daß sie in geringer Erhebung über dem Meeresspiegel größere oder kleinere Lagunen bilden und entweder blind enden, indem ihre Wasser durch den porösen Strandwall hindurchsickern oder aber in verhältnismäßig schmalen, offenbar häufig ihren Platz verändernden Abflußrinnen in rascher Strömung abfließen. Die größte, stellenweise sumpfige Mündungslagune, die ich passiert habe, befindet sich an der Mündung des Kamdaru oder Ramdaru an der Westküste Süd- Neu-Mecklenburgs, und an derselben Küste berührte ich auch das Südende eines noch größeren Strandsees (Timbulmogru), der nach Mitteilungen des Herrn A d e 1 m a n n oft längere Zeit ganz vom Meere abgeschnitten ist, während der Regenzeiten aber zuweilen den Strandwall durchbricht und einen offenen Abfluß nach dem Meere zu gewinnt.
Größere Binnenseen sind mir nicht bekannt geworden. Wohl aber traf ich auf dem Hochland von
Neu-Hannover südlich von Kalutnkati in einer Gc- ländeeinsenkung des Andesitgebirges einen abflußlosen, offenbar starken Wasserstandschwankungen unterworfenen Gcbirgsweiher von weniger als 1 ha Größe (Ngnosch), der lediglich dem Zufluß des Regenwassers eines engumgrenzten Gebiets seine ; Entstehung verdankt.
Süßwassersümpfe sind während der Regenzeit im Tiefland viel verbreitet, meist besitzen sie aber nur mäßige Ausdehnung — die größte wohl in der Alluvialebene Nord-Neu-Hannovers. Tu der trockeneren Jahreszeit trocknen sie großenteils wieder aus. Auf der Karte sind nur wenige davon angedeutet worden. Im Mündungsgebiet vieler Bäche und Flüsse und an manchen Küstenniederungen linden sich oft mangrovebewachsene Brakwassersümpfe, am ausgedehntesten längs der Bucht von Balgai im westlichen Neu-Mecklenburg. Die größeren Man grovesümpfe, die als Verkehrshindernisse und bislang völlig unwirtschaftliche Gebiete wenig erfreuliche Erscheinungen sind, sind auf den Karlen verzeichnet, ihre Grenzen sind aber nicht hinreichend genau bekannt.
Heiße Quellen sind bisher auf Neu-Mecklenburg und Neu-Hannover oder den südlich vorgelagerten Inseln nicht bekannt geworden, wohl aber auf den hibernischen Inseln: Nissan, Feni und Lihir; auf letztgenannten zwei Inseln scheinen sie an das Auftreten von Basalt geknüpft zu sein. Uber Hit' Erscheinungen, welche diese heißen Quellen, insbesondere aber der Geyser Balamusson auf Ambitle (Feni-Gruppe), zeigen, ist auf die früheren Ausführungen (S. 44) zu verweisen.
Neunter Abschni
Wenn wirklich die Bildung Neu-Mecklenburgs und seiner Nebeninseln ungefähr in der Weise erfolgt ist, wie ich oben (S. 58ff.) ausgeführt habe, wenn also Eruptivergüsse längs nordwestlich streichender Spalten oder Spaltzonen die Hauptursache der zuerst vorhandenen Erhebungen und ihrer Streichrichtung gewesen sind und Faltungen (vielleicht mit Ausschluß des noch zu wenig bekannten Südteils von Neu-Mecklenburg) nur eine nebensächliche Rolle gespielt haben, dagegen subaerische Denudation und ein mehrfacher Wechsel von Hebungen und Senkungen bedeutsame Folgen für
\) An vielen Küsten hemmen vorgelagerte Korallenrilie die akkumulierende und transportierende Tätigkeit des Meeres zu sehr, als daß größere Strandwcälle entstehen könnten.
t: Orographie.
die spätere Obcrflächcngestaltung des Gebiets gehabt haben, so darf man sagen, daß Neu-Mecklenburg (wenn man auch hier wieder von dem Südteil der Insel absieht) und Neu-Hannover, sowie die nordöstlich vorlagernden Tnseln der hibernischen Reihe in der Hauptsache eruptive Erhebungen sind. Ihr Grundgestein ist aber vielfach von Absätzen tiefer Meere mantelförmig überdeckt oder auch von den Seichtwasserbildungen älterer und junger Korallenbauten teilweise überbaut worden. Einzelne Flächen (z. B. Neu-Hannover oder weite Teile der Südabdachung des Schleinitz-Gebirges) sind fast gänzlich frei von Korallenbildungen geblieben, während andere (Nordabdachung de, Schleinitz-Gebirges, Nokon-Gebict auf Neu-Meck-