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Das Bremer Gastbett : Altes und Neues / zsgest. von Konrad Weichberger
Entstehung
Seite
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Die Bremer Stadtmusikanten

Brüder Grimm

hatte ein Mann einen Esel, der schon lange die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende gingen, so daß er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da dachte der Äerr daran, ihn aus dem Futter zu schaffen, aber der Esel merkte, daß kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen, dort, meinte er, könnte er ja Stadtmusikant werden. Als er ein Weilchen fort­gegangen war, fand er einen Iaghund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen hat.Nun, was jappst du so, Packan?" fragte der Esel.Ach," sagte der Äund, weil ich alt bin lind jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Äerr wollen tot­schlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdiene«,?"Weißt du was?" sprach der Esel,ich gehe nach Bremen und werde dort Stadtmusikant, geh mit und laß dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute und du schlägst die Pauken." Der .Hund war's zufrieden und sie gingen Weiler. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze am Wege und machte ein Gesicht wie drei Tage Negen- wetter.Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?" sprach der Esel.Wer kann da lustig sein, wenn's einem an den Kragen geht," antwortete die Katze, weil ich nun zu Iahren komme, meine Zähne stumpf werde», und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach Mäusen herumjage, hat mich meine Frau ersäufeil wollen; ich habe mich zwar noch fortgemacht; aber nun ist guter Rat teuer, wo soll ich hin?"Geh mit uns nach Bremen, du verstehst