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Das Bremer Gastbett : Altes und Neues / zsgest. von Konrad Weichberger
Entstehung
Seite
148
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I

Brief-

Goethe an den Bremer Dr. meä. Nieolaus Meyer

Ew. Wohlgeboren

ersehen aus beyliegender Abschrift, was ich Ihrem lieben Sohn auf eine wichtige Frage geantwortet, weshalb ich hierüber nichts weiter hinzufüge.

Die Notizen mit dem Interims-Riß der neuen Anstalten an der Einmündung des Weserflusses sind von mir höchst dankbar empfangen worden; sagen Sie das ja Ihrem theilneh- inenden Freunde und bitten denselben von Zeit zu Zeit mir das Nähere wissen zu lassen. Ich habe dabey kein anderes Interesse als das allgemein Deutsch - Coutinentale. Seit der Cassler Zusammenkunft und den dortigen Beschlüssen muß uns höchst wichtig seyn, eine Anternehmung, die der Weser erst ihre Würde giebt, vorschreiten zu sehen; und wenn an jenem westlichen Ende etwas Bcdeuteudes der Art eingeleitet wird, so muß es bis zu uns herauf in die Werra bis Wanfried wirken.

In Erwartung des Weitern bitte mir die Orte zu nennen, durch welche der Weg von der netten Anlage bis Bremen ge­führt wird; ich habe drei Special-Charten vor mir, und es würde mir angenehm seyn mich näher zu orientieren. Müssen wir doch so viel von den englischen Docks, Schleußen, Canälen und Eisenbahnen uns vorerzählen und vorbilden lassen, daß es höchst tröstlich ist an unsrer westlichen Küste dergleichen auch unter'

L> 14« in nommen zu sehen.