Bremen, 2?. März 1905.
In Erwiderung des Trinkspruches des .Herrn Bürgermeisters Dr. Pauli beim Festmahl im Nathausc hielt der Kaiser heute nachmittag folgende bedeutsame Rede:
Mein verehrter Äerr Bürgermeister! Wollen Sie Mir gestatten, daß Ich tiefbewegten .Herzens zunächst die Sohnes- Pflicht erfülle, indem Ich Meinen von .herzen kommenden Dank Ihnen ausspreche, daß Sie Mir den Wunsch Ihrer Landsleute übermittelt haben, Teilnehmer zu sein an dein heutigen festlichen Tage lind beizuwohnen der Enthüllung dieses einzigartigen herrlichen Standbildes, das die freie .Hansestadt Bremen Meinem seligen Vater geseht hat. Ich kann wohl sagen, daß es Mich auf das tiefste bewegt hat, wie Ich heute die Menschenmassen mit Meinen Augen überflog, daran zu denken, daß der frühere preußische Kronprinz, nachmalige erste Kronprinz des Deutschen Reiches und schließlich zweite Äohenzollern-Kaiser so in einer freien deutschen Stadt gefeiert werden konnte, gleichsam, als ob er hier zu .Hause wäre, ein Beweis dafür, wie seine Gestalt ebenso wie die seines erlauchteil großen Vaters Gemeingut unseres gesamten deutschen Volkes geworden ist. Ich danke von Kerzen, daß die Stadt Bremen Meinen Vater und sein Andenken in dieser herrlichen Weise geehrt hat. Sie haben ein Kunstwerk geschaffen, wie wenige in deutschen Landen stehen, und ich bin fest überzeugt, daß noch in späten Generationen