Phantasien im Bremer Ratskeller
Ein Äcrbstgeschenk fiir Freunde des Weines
Den zwölf Aposteln
im Ratskeller zu Bremen in dankbarer Erinnerung
der Verfasser.
Im derbst 1827.
Äulcr Mein ist ein gutes, geselliges Ding, und jeder Mensch rann sich einmal davon dc- gcistern lasse».
S harcspcarc.
it dein Menschen ist nicht auszukommen, sagten sie, als sie iu meinem Gasthof die Treppen hinabstiegen, und ich konnte es noch deutlich hören. „Jetzt will er wieder schlafen von neun Ahr an und leben wie ein Murmeltier; wer hätte das gedacht vor vier Jahren!"
Sie hatten nicht Anrecht, die Freunde, daß sie mich in Anmut verließeil. Gab es ja doch heute abend eines der glänzendsten musikalischen, tanzenden und deklamierenden Butterbrote in der Stadt, uud hatten sie sich nicht alle mögliche Mühe gegeben, mir, den» Landfremden, einen angenehmen Abend dort zu verschaffen? Aber es war wahrhaftig nnmöglich; ich konnte nicht gehen. Warum sollte ich einen tanzenden Tee besuchen,
Wilhelm Hauff