der Man», der dc» Äafcn erreicht hat, And hinter sich lies; das Meer und die Stürme, U»d je»o U'.ili» und rubiq sinl
l^^^^B Im guten Ratskeller zu Bremen.
Wie doch die Welt so traulich und lieblich
Im Rvmerglas sich widerspiegelt,
Und wie der wogende Mikrokosmus
Sonnig hinabfließt ins durstige Äerz!
Alles erblick' ich im GlaS,
Alte und neue Völkergeschichtc,
Türken und Griechen, Äegel und Gans,
Zitroncnwälder und Wachtparade»,
Berlin und Schilda und Tunis und Äamburg,
Vor allem aber das Bild der Geliebten,
Das Engelköpfchc» auf Rhcinweingoldgrund.
O, wie schön, wie schön bist du, Geliebte I Du bist wie eine Rose! Nicht wie die Rose von Schiras, Die .^afis-besungenc Nachtigallbraut; Nicht wie die Rose von Sarvu, Die heiligrote, prophctengefeicrte — Du bist wie die Rose im Ratskeller zu Bremen. Das ist die Rose der Rosen, Je älter sie wird, je lieblicher blüht sie, Und ihr himmlischer Duft, er hat mich beseligt. Er hat mich begeistert, er hat mich berauscht. Und hielt mich nicht fest, am Schöpfe fest. Der Ratskcllcrmeister von Bremen, Ich wäre gepurzelt!
Heinrich Heine
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