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Unter englischer Herrschaft.
Nach dem Verschwinden unseres Geschwaders richtete sich der Feind behaglich ein. Von Neuseeland kam Ersatz für unsere Beamten, deren Häuser bezogen wurden. Offiziere und Zivilbeamte ließen größtenteils ihre Frauen kommen.
Unser „Deutsches Kasino" wurde Kantine und Messe für die englischen Offiziere. Für die Truppen wurden, da die Regenzeit herannahte, Baracken gebaut. Man bot die Ausführung dieser Arbeit dem deutschen Bauunternehmer Stüntzner an, der früher stets für die deutsche Regierung- gebaut hatte. Trotzdem er arbeitslos und fast völlig mittellos war, lehnte er es ab, für den Feind tätig zu sein. Die Gebäude wurden natürlich trotzdem gebaut und bezogen.
Die Funkenstation wurde durch eine Feldbahn mit dem Zollgebäude verbunden. Das Material, besonders die Schienen dazu, entnahm man von den Pflanzungen der Firma. Überhaupt ist diese am schwersten vom Feinde heimgesucht worden, vielleicht weil er in ihr die Verkörperung des großzügigen deutschen Unternehmungsgeistes sah, oder war es nur das Wissen, daß diese Gesellschaft die einzige wirklich große Geldmacherin in der Kolonie war (außer der London Mission), was seine Hände sich immer gieriger nach ihr ausstrecken ließ?!
Das große Wohngebäude für die Beamten der Firma wurde zur Hälfte mit Truppen belegt, und der Geschäftsleiter und seine Familie hatten unter wiederholten rücksichtslosen Haussuchungen zu leiden. (Man suchte nach den verschwundenen Teilen der Funkenstation; natürlich vergebens.)
Es wurde für die Deutschen eine Polizeistunde festgesetzt, nach der sie nicht mehr außerhalb ihrer Wohnungen sein durften. Dieser Zeitpunkt wechselte anfangs beständig. Einmal war es 9 Uhr, dann wieder 10 Uhr, vom Mai 1916