Als ich wiederkam!
Und wir kehrten doch zurück!
Ach die Sehnsucht daheim nach der blauen Südsee, nach dem verlorenen Paradies! Man mußte sich scharf zusammennehmen, um nicht immer zurück, sondern tapfer vorwärts zu schauen.
Hinaus in die Tropen wollten wir wieder, das stand fest. Mein Mann führte Unterhandlungen mit Ostafrika. Aber ehe eine Entscheidung fiel, erreichte uns mitten im deutschen Winter eine umfangreiche Samoapost. Und alle Briefe enthielten die Bitte an meinen Mann zurückzukehren. Von einigen Leitern junger Plantagengesellschaften und von Privatpflanzern waren geschäftliche Vertragsangebote beigefügt.
Nie ist mir Selbstbeherrschung so schwer geworden als in den nun folgenden Tagen. Mit keinem Wort versuchte ich, die Entschließung meines Mannes zu beeinflussen, denn die Verantwortung dafür hätte ich unmöglich übernehmen können. Seine ruhige Überlegung, nicht meine Empfindung mußte entscheidend sein. Aber der Jubel dann, als er mich fragte: „Wollen wir also wirklich wieder zurück?"
Nach weiter Fahrt über Australien lag es dann endlich wieder vor uns, das liebliche Bild: Apia mit seinen palmenbeschatteten hellen Häuschen und die hinter ihm aufragenden grünbewaldeten Bergketten. Und glückselig grüßten wir: „Talofa Samoa*) !"
Herzlich, wie Verwandte, wurden wir von unsern Freunden empfangen und aufgenommen.
Auswahl an Wohnungen war nicht vorhanden, denn in Apia herrscht immer große Wohnungsnot. So mieteten wir
*) Samoanischer Gruß. Wörtlich: „Ich liebe Dich".