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Wie wir den Kriegsbeginn erlebten.
Die Nachricht vom Morde in Serajewo hatte endlich auch uns im fernsten Winkel der Welt erreicht.
Die Bluttat an sich hatte uns erschüttert und empört, aber doch wohl nicht so tief, wie die Gemüter in der Heimat. Das ist da draußen auch erklärlich, wo nichts unmittelbar auf uns wirkt, wo wir die bedeutendsten Geschehnisse erst nach einigen Wochen erfahren. Es ist dort ähnlich so, wie es wohl in einem abgelegenen Dorfe in Europa zur Zeit des Mittelalters gewesen sein mag, als es noch keine Schnellpost, geschweige denn einen Telegraphen gab.
Also von dem Morde wußten wir seit etwa zwei Wochen, doch nicht der leiseste Gedanke an größere Folgen wurde in uns wach. Ahnungslos und friedlich wie bisher lebten wir in unserm engen Kreise. Es gab keine Tageszeitungen, die uns aus unserer Harmlosigkeit aufweckten, die Befürchtungen hätten aufkommen lassen. Wir hofften, bald mit der Außenwelt enger verbunden zu werden, denn unser neuerbauter Funkenturm sollte in diesen Tagen in Tätigkeit treten.
Da drang am 31. Juli abends das erste Gerücht von einer Mobilmachung Deutschlands zu uns. Unser Gewährsmann hatte es von A., dieser von B. und dem war es von C. durch Fernsprecher mitgeteilt worden.
Ein Gerücht! Wieviele Kriegsgerüchte hatten wir wohl in den langen Jahren unseres Aufenthaltes in Samoa erlebt! Fächelnd hörten wir es an. Aber dann doch ein Stutzen, die Nebenumstände waren diesmal so seltsam klar geschildert. „Österreich hat Serbien wegen des Serajewoer Mordes ein Ultimatum gestellt, Rußland schützt Serbien und macht mobil, so ist der Bündnisfall gegeben, und auch Deutschland steht vor der Mobilmachung."
Sollte diesmal doch etwas Wahres daran sein? Un-