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I. Allgemeine Bemerkungen.
Der Kongoflrom mit feinen Nebenflüssen bildet ein Ver= kehrsfyftem ohnegleidxen in Afrika. Weit nach. Süden greift der Kafai tief ins Hinterland; er ist bis 200 km südlich der Einmündung des Sankuru schiffbar. Der Sankam wieder gestattet kleinen Dampfern die Fahrt bis Lufambo hinauf, jenem Platte, der auf gleicher Höhe mit Udjidji-Kigoma liegt, dem Endpunkt der oftafrikanifchen Zentralbahn. Von Lufambo zum Tanganjikafee stnd's etwa 700 km, vor wenigen Jahren noch eine schier unüberbrückbare Entfernung in Afrika für langsame Kolonialvölker wie wir Deutsche; heute flößt uns der Gedanke an den Bau so langer Kolonialbahnen kein Grauen mehr ein. Und die andern Kolonisatoren in Afrika find noch reger.
Von Bonga und Moffaka, am Einfluß des Sangha in den Kongo, strahlen gewaltige Wasserwege nach allen Seiten aus. Da ist der Likuala Moffaka, schiffbar bis Makua in Gabon, der Sangha mit dem Ngoko, zweifellos schiffbar bis Weffo und Molundu, wahrscheinlich aber schiffbar bis Nola und Dongo. Ferner ist von Nola den Mambere aufwärts beschränkter Verkehr bis Carnot möglich mit Umgehung der Schnellen zwischen Bania und Licaya durch Trägerverkehr. Der Ubanghi bietet für Dampfer mit geringerem Tiefgang eine Wasserstraße bis zur Lobay-Mündung; anschließend ist der Lobay schiffbar bis Zomio. Endlich ist noch die gewaltige Kongostraße zu erwähnen, die vorn Stanley-Pool ununterbrochen bis Stanley= ville für Dampfer bis zu 600 Tonnen befahrbar ist.
Unser Neu-Kamerun darf nicht für steh allein, es muß mit dem Alt-Kameruner Schutzgebiet zusammen betrachtet werden. Meine Informationsreise nach Neu-Kamerun hatte