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Erster Teil. Vorn Dume zum Lobay und Kongo.
von Baturi mit 30 Soldaten dahin ab. Auf Station Baturi blieben nur zwei Weife und 15 Soldaten zurück. Im Dunkel der Nacht schlichen da Baturi-Leute auf den Stationsberg und schoflen in die Wohnungen der Weifen. Die Folge war ein längerer Kampf, in dem Baturi fiel; fein Bruder Dambura entsteh mit einer Anzahl Leute auf französisches Gebiet und
baute steh hart am Bumbe II an.
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Von Baturi brachen wir Mitte Mai nach Gaza auf; der Marsch bis zum Bumbe II bot nichts Bemerkenswertes. Er ging durch menschenleeres Gebiet. Ich hatte mich auf den Rat des Stationsleiters von Baturi mit Baia=Trägem versehen. Wir rechneten damit, das ich an der Grenze möglichenfalls keine Träger vorfinden würde.
II. Vorn Bumbe II nach Gaza.
Wir lagen am Bumbe II, dem Dorfe des Kaka-Mannes Dambura gegenüber. Der Anmarsch hatte steh in etwas aufregender Weife vollzogen. Dambura, der wohl glauben mochte, eine deutsche Truppenabteilung fei im Kommen, um ihn, der 1910 nach dem mif glückten Putsch bei Baturi über die Grenze entstehen war, zu fangen, hatte einige Häuser abbrennen lassen, und dreimal hatten wir auf dem Wege zum Flusse Kundschafter des Dambura aufgestöbert. Was der Mann beabsichtigte war unklar.
Eine Knüppelbrücke über den 20 Meter breiten, reifenden Fluf trennte uns noch vorn französischen Boden. Wir schrieben den 24. Mai 1912; Neu-Kamerun war noch in französischer Verwaltung. Ich hatte nach Gaza, das ich noch durch einen weifen Stationschef besetzt glaubte, mein Kommen schon von Dume aus gemeldet und hatte um Sendung von Trägern nach der Grenze gebeten; nichts war da als eine miftrauifche Bevölkerung zweier Grenzdörfer, von der wir uns unter Umständen übler Dinge zu versehen hatten. Unser Nahrungs= vorrat ging auf die Neige. Die Leute hatten in dem menschenleeren Strich zwischen Baturi und der Grenze nur halbe Rationen bekommen können; ste waren erschöpft. Daher mufte ich