I. Von Dume-Station über Baturi zur alten Grenze.
Die nachfolgenden Blätter sollen nur von Neu-Kamerun sprechen; es ist aber zweckmäßig, mit dem Marsche von Dume nach Baturi zu beginnen. Er führte durch das Gebiet der Kakas; Teile dieses großen Volkes leben noch in Neu-Kamerun. Der größte Teil freilich hat feine Wohnßtje auf Ältkameruner Gebiet verlegt.
Anfang Mai schieden wir von Dume. Durch prächtigen, schattigen Urwald ging es zu den Dörfern Klein- und Groß-Pol, die mehr noch den kleinen Siedlungen der Waldneger zuzuzählen sind, aber doch schon einen Übergang zu den ansehnlichen Kaka-Dörfern darstellen, deren Häuptlinge, stark beeinflußt durch den Kameruner Norden und die Hausta, nach afrikanischen Begriffen schon als Herrscher anzusehen find, wenn ste zumeist auch nicht über so viele Leute gebieten wie die Großen des Nordens.
Mehr noch wie in diesen Orten, trat uns in Ngonga der große Unterschied zwischen dem Kaka-Lande und den Gebieten zwischen der Küste und Dume entgegen. Etwa 1% Stunde vor Ngonga waren wir aus dem geschlossenen Urwald heraus und in welliges Grasland gekommen; nachdem wir eine höhere Bodenfchwelle überschritten hatten, lag der Ort vor uns. Gleichzeitig wurden wir aber auch einer Menschenmenge von 200Köpfen ansichtig, die uns erwartete. Einige Leute waren zu Pferde; das waren der „King“ und feine Head-Leute (Unterführer). Der King kam entgegen, uns zu begrüßen. Nachdem das vorüber war, setzte sich auf das Zeichen, daß ich weiter wollte, der ganze Zug in Bewegung. Die Spitze eröffnete das jüngere Volk, dann kamen Trommler, die mit Fingern und Fäusten das