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Erster Teil. Vorn Dume zum Lobay und Kongo.
nach Kräften, uns das Leben in Berberati angenehm zu machen, und die beiden schwarzen Hauptwürdenträger der Garnison waren recht diensteifrig. So vergingen die wenigen Tage auf dieser Station recht angenehm.
Der alte Diambara von Berberati besuchte uns mehrmals, auch feine Hauptfrauen und fein ältester Sohn kamen; wieder drängte sich die schon bei den Kakas und den anderen Baias gemachte Beobachtung auf, das ihre größeren Häuptlinge sich mit einer gewissen Würde zu umgeben wissen. Kriechende Unterwürfigkeit darf man nicht von ihnen erwarten; aber fie beugen sich willig der weißen Autorität, wenn auf ihr Empfinden möglichst Rückßcht genommen wird.
Hamada, unser treuer Begleiter, blieb noch einen Tag bei uns in Berberati, dann schied er mit feinen Leuten mit dem Versprechen, den Baias allen sagen zu wollen, daß sie von den Deutschen nichts zu fürchten hätten. Wenn ich es für gut hielte, meinte er zum Schluß, wollte er mit feinen Leuten einen Weg von Gaza bis zum Bumbe II bauen; aber ich riet ihm ab. Ich erklärte ihm, daß der Weg bis Baturi gehen müßte, ich aber nicht wisse, wohin an den Bumbe II von Baturi aus gebaut werden würde. Das müsse man vorher wissen, sonst fei feine große Arbeit unter Umständen nutzlos. Das fei eben der Vorteil der Anwesenheit des weißen Mannes, der weite Strecken übersähe und deshalb besser große Arbeiten ausführen könnte als die einzelnen Dorfchefs.
Hamada nickte befriedigt; er hatte verstanden. Wir schieden als gute Freunde. Noch einmal griff er mit beiden Händen nach meiner Rechten: „Komme bald wieder.“ Dann schwang er sich aufs Roß und ritt davon.
IV. Nach Carnotville.
Diambara brachte in feinem großen Dorfe mit leichter Mühe die 38 Träger zusammen, die wir brauchten; am 6. Juni früh marschierten wir von Berberati ab. Es ging durch Diam= baras langgestrecktes Dorf zum Rumi-Fluffe zurück, den wir überschritten, dann führte der Weg durch lichten Busch nordöstlich, und nach einer Stunde Wanderung erreichten wir den