XVII.
Letzte Wochen in Madagaskar. — Mschied nnd Heimkehr.
Ich kehre nach einer Umschau auf verschiedenen Gebieten nochmals zu einigen persönlichen Erlebnissen zurück.
Nach meiner Ankunft vom Lande der Sakalaven bezog ich meine alte Wohnung in Tamatave. Die Madagassen waren während meiner längeren Abwesenheit nicht unthätig gewesen und hatten Vieles hergetragen. In meinem Hofe hatte ich eine stattliche Menagerie von Lemuren und anderen größeren Geschöpfen.
Allein die bisherigen Anstrengungen waren nicht spurlos vorübergegangen. Ich fühlte mich durch die fortwährende geistige und körperliche Anstrengung derart erschöpft, daß ich zunächst an eine Verarbeitung des gesammelten Materials nicht denken konnte und mir einige Tage absoluter Ruhe gönueu mußte.
Das tägliche Beobachten, die- größeren Ausflüge, die zunehmende Hitze, das genaue Eintragen aller Resultate und das Abfassen größerer Correspondenzen, welche mit jeder Post abgehen mußten, dann vielfach Mangel au bequemer Einrichtung hatten mich ziemlich schlaff gemacht.
Ich versuchte mich zu kräftigen, und bei diesem Bestreben war ich auf dem Punkte, gerade da auf die größte Gefahr zu stoßeu, wo ich sie am allerwenigsten vermuthete. Ich war, nachdem ich überall mit der größten Vorsicht reiste, aus Unkenntniß einem außerordentlichen Leichtsinn anheimgefallen.
Ich fühlte das Bedürfniß nach erquickenden Bädern, und in dieser Hinsicht ist man in Tamatave etwas ungünstig situirt.
Ein größeres Wasserbecken ist in der nächsten Umgebung nicht vorhanden. Nach dem Fluß zu gehen uud dort zu baden, ist der vielen Krokodile wegen gefährlich.