III.
Eindrucke im Wjudan.
N'ch einem zweiwöchentlichen Aufenthalt in dem reiztosen Suez hatte ich ausreichende Materialien für die thiergeographischen Studien im S.lez-Kanäle erlaugt und fand eine gute Fahrgelegenheit, nach einen: südlich gelegenen Küstenpunkt des Rothen Meeres zu fahreu.
Anfänglich wollte ich eiuen der ägyptischen Dampfer der 8oci^<'' Xiu'ltiviale benutzen^ obschon dieselben mit Bezug auf Reinlichkeit und Verpflegung vieles zu wüuscheu übrig lassen und ziemlich laugsam fahren.
Der Agent der Gesellschaft erklärte mir mit aller Bestimmtheit, der Dampfer „Zagazig" werde in den ersten Februartagen uach Djedda und nach Masfaua fahren, fügte aber vorsichtig hinzu: Juschallah! Wenn es Allah gefällt!
(55 scheint nun wirklich Allah uicht gefallen zu haben, dem: plötzlich kam Gegenbefehl, und die Abreise wurde nm fünf Tage verschoben, natür^ lich wiederum mit dem bekannten Vorbehalt.
Wenn der Orientale eine Dummheit begeht oder seine Nachlässigkeit beschönigen will, so uimmt er zu seinem „Jnschallah" Zuflucht, uud da ich weder Zeit uoch Lust hatte, um lauger zu antichambriren und die Eni^ schließuugeu Allah's herauszubringen, so wandte ich mich an den Agenten der italienischen Dampfergesellschaft, welche demnächst den etwas bau fälligen Nnbattino-Tainpfer „Messina" nach der südägyptischen Küste ab' gehen ließ und uur noch auf einen von Port Said her kommenden Dampfer wartete, welcher Waaren für Massana angemeldet hatte. Ein Telegramm brachte die Nachricht, daß der Kanal erst in zwei Tagen passirbar sei, indem ein Schiff in demselben fest aufgefahren sei uud uur mit Mühe losgemacht werden könne.
Ich ließ dennoch mein Gepäck nnd die zahlreichen Kisten auf Esel verladen und an Bord der „Messina" befördern.'