VII.
Ein Äusflug nach Salazie.
Die Insel Reuuiou ist ohne Zweifel eine Perle im ostafrikanischen Archipel, aber wer ihren vollen Glanz schauen will, darf nicht unterlassen, die im Innern liegenden Gebiete zu besuchen. Erst da entfaltet sich der ganze landschaftliche Zauber dieser tropischcu Jnseluatur.
Es ist dies heute nicht mehr so schwierig wie früher, da Verkehrswege augelegt sind.
Um den über 3000 Meter hohen Piton des Neiges, welcher die Insel beherrscht, gruppiren sich drei ungeheuere Kessel, welche einen schtnchtartigen Zugang besitzen.
Es .sind die Kessel von Salazie, Mafate und Cilaos. Ihre Namen klingen fremdartig, es sind madagassische Bezeichnungen, denn diese Gebiete wurden früher von entlaufenen Schwarzen der Insel Madagaskar bewohnt, welche mit den Sclavenfesfelu gebrochen hatten und hier wie in den Bergen der Heimat unzugängliche Schlupfwinkel fanden. Hier lebten sie als nöZ'i'e« nmii-ov« von Beeren, Wurzeln und Palmfrüchten, erhäschten etwa eine entlaufene Ziege und flochten sich aus Baumriudeu dürftige Kleider, wie solche heute noch im Museum zu St. Deuis aufbewahrt werden.
Man betrachtete sie als vogelfrei, und mehr als einer dieser Unglücklichen erlag der Kugel der Weißeu, wenu er entdeckt wurde.
Heute sind diese Gebiete theilweise von französischen Kreolen besiedelt und bebaut.
Ich wählte zum Besuche das vielgerühmte, bergige Salazie. „Vou8- äone ^ ^nt^is. ^.n' Mit 65t Mi paz^. O'skt notre 8m88e!"
So sagteu mir die Kreoleu in St. Tcnis, als ich ihnen mein Vorhaben mittheilte, und sie hatteu das Richtige getroffen. Salazie ist