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Bündlein XXV. Gottseliger Gesänge / entworffen von F. A. L. [i.e. Friedrich Adolph Lampe]
Entstehung
Seite
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2. Ey warum stöhr ich meine Ruh Mt Aengstm/Sorgen/ Schrecken?

Die Furcht gehört nur Sclaven zu/

Die GOtt im Schlamm last stecken.

Mir beut er seine Vaters--Hand.

In seinen Zufluchts-Kammern Sind Zornes-Blitzen unbekannt/

Da wil ich mich anklammern.

O JEsu/hilffdem matten Geist; Bezwinge dir Gedancken;

-Zeig mir/daß du stets nahe seyst; i Laß mich durch Furcht nicht wancken. j Laß mich in Wellen/Wind und Sturm Auf Hoffnung ftölich leben.

Ich bin ein Rohr/ein schwacher Wurm/ Doch du kanst Stärcke geben.

16» Melod. des Z9. Psalms.

LS

MCnn ich das gäntze Welt-Gewühl besinn/ ^ So find ich nichts als Dampffdarinn. Drum ist es Zeit / daß/ eh ich mich find bloß/.

Ich mich vom Schattenwerck mach loß;

Daß ich dis NU / dis kurtze NU veracht/

Und reiff/was künfftig ist/ betracht.

2. Mein Lebcns-Rad laufft als geflügelt ab/ Vielleicht lieg' ich noch heut im Grab.

Mein Leib in seiner schönsten Pracht ist Staub/ Und Morgen schon der Würmer Raub.

Doch sterben wäre so bedenckkich nicht/

Wenn nur nicht folgte das Gericht.

Da stehts m festem Stahl geschrieben an/