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2. Ey warum stöhr ich meine Ruh Mt Aengstm/Sorgen/ Schrecken?
Die Furcht gehört nur Sclaven zu/
Die GOtt im Schlamm last stecken.
Mir beut er seine Vaters--Hand.
In seinen Zufluchts-Kammern Sind Zornes-Blitzen unbekannt/
Da wil ich mich anklammern.
O JEsu/hilffdem matten Geist; Bezwinge dir Gedancken;
-Zeig mir/daß du stets nahe seyst; i Laß mich durch Furcht nicht wancken. j Laß mich in Wellen/Wind und Sturm Auf Hoffnung ftölich leben.
Ich bin ein Rohr/ein schwacher Wurm/ Doch du kanst Stärcke geben.
16» Melod. des Z9. Psalms.
LS
MCnn ich das gäntze Welt-Gewühl besinn/ ^ So find ich nichts als Dampffdarinn. Drum ist es Zeit / daß/ eh ich mich find bloß/.
Ich mich vom Schattenwerck mach loß;
Daß ich dis NU / dis kurtze NU veracht/
Und reiff/was künfftig ist/ betracht.
2. Mein Lebcns-Rad laufft als geflügelt ab/ Vielleicht lieg' ich noch heut im Grab.
Mein Leib in seiner schönsten Pracht ist Staub/ Und Morgen schon der Würmer Raub.
Doch sterben wäre so bedenckkich nicht/
Wenn nur nicht folgte das Gericht.
Da stehts m festem Stahl geschrieben an/