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Bündlein XXV. Gottseliger Gesänge / entworffen von F. A. L. [i.e. Friedrich Adolph Lampe]
Entstehung
Seite
43
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Noch immer Heister seyn in mir/

Und ohneMaaffe brennen.

Der Zauber-Tranck/ dran Sodom leckt/

Wie Schwefel solchen Seelen schmeckt/

Die deine Liebe kennen.

Ja geuß dich gantz / o Herßens-Lust/

Mit vollem Strohm in diese Brust/

Darin die Funcken sprühen/

Die mit verborgner Liebes-Pein/

Um nur in dir gekühlt zu seyn/

' Durch treue Seuffzer glühen.

i2. Der beste Zeit-Vertreib.

M Jämmerlich verschätzte Zeit/

! Die man in schnöder Eitelkeit/

In Freude/ die wie Dornen krachet/ Verschleudert nach dem Laust der Welt/

Wo Belial sein Garn aufstellt/

Und seiner Sclaven Tollheit lachet.

2. O Sicherheit! O Seelen-Pest!

Die nur Verzweiflung nach sich lässt.

Ist noch Zeit übrig zu verschwenden.

Das Leben fleucht/ der Tod ist nah/

Der Richter ist im NU schon da/

Die Gnaden-Zeit kan heut noch enden.

Und hat es gleich noch kein Gefahr/

Ja wüst ich schon zehn tausend Jahr < Im Schooß der Welt nach Wunsch zu leben/ Was wär es endlich als Verdruß s Ich weiß doch/daß ich Rechnung mnß