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, 5 . Komm nur bald / und laß dein Wäyslein Dir nachschmachteu nicht zu lang Indem dürren Todes-Hauslein/
Da der Seelen offt wird bang.
Ende meinen Kampff urrd Laufs.
Geh in Herlichkeit »nir auf.
Laß vor deinem Thron mich stehen/
Und dein Antlitz ewig sehen.
Seuffzer um Adlers-Flügel.
Mel. Psalm 77.
8 Wer gibt mir Adlers-Flügel /
2 Um mit losgcrißnem Zügel Muht/Begierden / Sinn und Hertz Aufzuführen Himmel-werts!
Ach! wan wird das Jahr anfangen/
Da zur Freyheit wird gelangen ZLsu frey-geknuffte Schaar/
Die so lang gefangen war.
r. Wie viel Fessel/wieviel Stricke Bleiben fort und fort zurücke?
Draussen hat die arge Welt Ihr dreyfaches Garn gestellt.
In- mir ist ein Leib der Sünden /
Ja ein Pfuhl / Vernicht zu gründen/
Da der Geist wird matt und weich verkehrter Trifften Schleich.
.Ich solt längst seyn aufgeflogen/ Dadle Welt mich stets betrogen.
Himmel/ Erde/ Lufft und Meer- Hub' ich funden arm und leer/
Und mit Schaden selbst erfahren/
Daß sie mir zu enge waren/
Weil den unsterblichen Geist Kein vergänglich Wesen speist.
4» Ich soll langst seyn aufgeflogen/
JE-