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Bündlein XXV. Gottseliger Gesänge / entworffen von F. A. L. [i.e. Friedrich Adolph Lampe]
Entstehung
Seite
45
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W (45) öS-

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Aurchdich hat schon zu sterben angefangen/

Was kaum mit Lebens-Odem war beschenckt. Durch dich bin ich in Elends-Schlqmm versenckt.

2. Ach weh mir/daß ich diese Frucht der Hollen/ In meinem Fleisch muß finden eingenistet!

Nun ist dein Schwerdt und Pfeil auf mich germ

stet;

Nun wilt du mich im Zorn darnieder fällen;

Und ich kan nichts darwider wenden ein/

Ich bin verlohrn/wenn du gestreng wilt seyn.

Ich hab dich tausendfach zum Grimm gv

zwungen.

Der Zunder / der die Elementen hitzet,

Ist das/ was mir in meinem Busen sitzet.

- Zch habe deinen Fluch dir abgedrungen.

I Nie wäre so dein Rach Feur angeglimmt/

' Hätt ich nicht mit den Sünden eingestimmt.

! 4- Ja woltest du mich schon zum Abgrund

senckcn/

So müst ich doch dein Recht im Tod erkennen/ i Und wider mich im Zorn und Rache brennen.

! Darum wollst du / mein GOtt / die Krafft mir l schencken/

j Daß ich mich selbst verspey/verdamm/verfluch/ lind als der schnödste Sünder Gnade such.

i 4 - Mel. des 7;. Psalms.

^Ach dir / Israels Artzt und Hirt/

Mein Hertz für Durst gantz schmachtend _ wird/

dieser finstern MartmHölen/

3n