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Bündlein XXV. Gottseliger Gesänge / entworffen von F. A. L. [i.e. Friedrich Adolph Lampe]
Entstehung
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W (Z)M'

i. Auf die Geburth IEstr Christi.

Mel. Christus unser HErr zum etc.

GOttes Sohn undMenschen-Kind, Mein Rruder, GOtt und König,

Mein Stammten, meine Lieder sind Vor deinem Glantz zu wenig.

Wo die Gedancken irre gehn,

Und sich zusammen weltzen,

Wo die Vernunfft erstarrt muß stehn,

Wo Adlers Flügel schmeltzen,

Wer kan da Worte finden s 2^ Doch weil du selbst als Kind zu mir Einst stammletest auf Erden,

So darff ich stammten auch zu dir,

Ich wil gern närrisch werden.

Wo Menschen-Weißheit sich kehrt um,

Wo Engel-Zungen lallen,

Da bliebe man wol ewig stumm,

Wann dir es würd mißfallen,

Was Kinder stammlend bringen.

Was allen Glauben übertrifft,

Was Witz unmüglich nennet,

Hat deine Wunder-Hand gestifft,

Die keine Schränkten kennet.

GOtt wird ein Mensch, der HErr ein Knecht,

Und Menschen Arme tragen

Den, der den gantzen Welt-Kreiß trägt.

Sl- Was