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Auf Bergeshöhen Deutsch-Afrikas / von C. Falkenhorst
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Der Littmandscharo

Die Entdeckung des Lilimandscharo.

^eit Jahrtausenden ging unter den Völkern die Sage von himmelanstrebenden Bergen in Ostafrika. Wie Ptole- mäus im zweiten Jahrhundert n. Chr. berichtet, erzählten arabische Seefahrer, welche die heutige Sansibarküste be­suchten, von Quellseen des Nils und einem Mondgebirge, das sich tiefer landeinwärts erheben sollte. Die Araber, welche später jene Küsten befuhren, waren wiederum im Besitz dieser unsicheren Nachricht, und sie gab Veranlassung, daß Madagaskar von ihnen Quamara, d. h. Mondinsel, ge­nannt wurde; ein Wort, das heute noch in dem Namen Komoren" fortlebt. Am Beginn des 16. Jahrhunderts ließen sich in jener Gegend die Portugiesen nieder, und der reisekundige Spanier Fernandez de Enciso, welcher im Jahre 1518 Mombassa besuchte, brachte über jene ostafri- kanischen Berge etwas genauere Nachrichten. Westlich von dieser Niederlassung sollten nicht allein die Mondberge, das Quellgebirge des Nilstroms, liegen, sondern auch ein sehr hoher BergOlpmpos".

Bedenken wir nun, daß der Kilimandscharo von Mombas in der Luftlinie nur 290 Kilometer entfernt liegt, und daß dieses seit jeher der Ausgangspunkt vieler Karawanen ge­wesen ist, so werden wir auch annehmen müssen, daß die Kunde von ihm zu den Portugiesen gedrungen war. Man legte ihr jedoch keine besondere Bedeutung bei, indem man