In den Lamerunbeigen
vergreifen in Kamerun.
Kamerun, die zukunftreiche deutsche Kolonie in Westafrika, ruft in der großen Masse daheim die Vorstellung eines fieberschwangeren Sumpflandes. Man ist zu sehr an die Schilderungen gewöhnt, die von den ersten Faktoreien daselbst entworfen wurden. Die Einfahrt in den Fluß bietet keine landschaftlichen Reize, die Ufer bestehen hier aus Hunderten kleiner Inseln, auf denen dichtes Mangrove-** gehölz wuchert und die zur Flutzeit oft im Wasser verschwinden. So weit das Auge reicht, umrahmt der blaßgrüne Mangrovenwald die weite Wasserfläche. Unzählige Kanäle durchziehen diese Wildnis, in welcher der Mensch nicht vordringen kann und in der nur Vogel nisten und Affenbanden ihr Unwesen treiben.
Aber nicht ganz Kamerun sieht so aus; naht man dem Lande von Westen her, so entzückt hier die schönste Landschaft unser Auge. Auf der einen Seite steigt aus dem Meere der herrliche und schön geformte Pic von Fernando Po, auf der anderen ragen, mit üppigem Grün bekleidet, die vulkanischen Gebirge von Kamerun empor, über deren gewaltiger Kette die kahlen Spitzen des „Götterberges" thronen.
Es gibt Reisende, welche diese Landschaft nicht nur für die schönste in Westafrika, sondern für die schönste der Welt überhaupt erklären möchten. Jedenfalls bildet das