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Deutsch-Ostafrika : Geschichte der Gründung einer deutschen Kolonie / von C. Falkenhorst
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Konfiguration Afrikas.

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sphäre über ein größeres Kapital als Deutschland; die Pio­niere unserer Kolonialbestrebungen haben aber in ganz an­derer Weise die deutsche Arbeit eingesetzt, und wenn sie nicht erlahmen und das Mutterland sie nicht im Stiche läßt, so wird Deutsch-Ostafrika in nicht so langer Zeit die englischen Besitzungen weit überflügeln.

Mafrikas Wert.

Wenn wir das ungeheure Gebiet, das zweimal so groß ist wie das Deutsche Reich, aus der Vogelschau mit einem Blicke umfassen könnten, so würde sich zu unsern Füßen ein solgendartig gestaltetes Reich ausbreiten.

Eine flache Küste, dann ein aufsteigendes Gebirgsland, eine Art Hochplateau, etwa von der Höhe der Vogesen. Im Norden schützt seine Flanke der schneebedeckte Kilima- ndscharo, vermutlich die höchste Erhebung in Afrika. Weiter nach innen fortschreitend gelangen wir aus ein noch mehr erhobenes Hochplateau, in dessen Schluchten die großen Seen Jnnerafrikas eingebettet sind.

Die Küstenlandschaft ist nicht verlockend; es ist eine sonnverbrannte Graswucherung, in der sich hier und dort Bäume, namentlich Palmen, erheben; wo Flüsse dem Meere zustreben, ist die Vegetation reichlicher, aber überall ist die Luft mit Fiebermiasmen geschwängert. Städte gibt es hier nur an den Häfen, landeinwärts sind die Dörfer selten und sie werden von einem heruntergekommenen Volk bewohnt.

In den Hochebenen finden wir abwechselnd Wald und Steppe. Aber der Wald läßt sich gar nicht mit unserem heimatlichen vergleichen; der deutsche Wald ist unstreitig viel schöner. Auf den Hochebenen und den Gebirgszügen Ost­afrikas wächst der lichte trockene Wald. Die Bäume stehen nicht dicht aneinander, ihr Laub ist spärlich und gewährt kaum den Reisenden Schutz vor Sonnenstrahlen. Unendlich er­scheinen manchmal diese Wälder, aber sie sind ermüdend in ihrer Eintönigkeit. Man bemerkt wenig von tropischen: Pflanzenwachstum; von Zeit zu Zeit begegnet man einer