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Die Insel Sansibar.
Sansibar.
„Sansibar ist das Bagdad, das Jspahan oder Stambul, wie man will, von Ostafrika. Es ist der große Markt, welcher die Elfenbeinhändler ans den: Inneren Afrikas anlockt. Dahin kommen das Kopalgummi, die Häute, die Orseille, das Bauholz und die schwarzen Sklaven Afrikas. Bagdad hat große Seidenbazare, Sansibar Elfenbeinmagazine; Bagdad hat einst mit Juwelen gehandelt, Sansibar handelt mit Kopalgummi. Stambul pflegte tscherkessische und georgische Sklaven einzuführen. Sansibar importiert schwarze Schönen aus Uhiju, Ugindo, Ugogo, Unjamwesi und Galla. Dieselbe Art des Handels herrscht hier wie in allen mohammedanischen Ländern vor, ja es ist dieselbe, wie sie lange vor der Geburt Moses existiert hat." So schilderte Stanley Sansibar vor etwa 20 Jahren. Seit jener Zeit hat sich vieles verändert, aber die Bedeutung Sansibars als Handelsmetropole von Ostafrika ist dieselbe geblieben; die Stadt bildet noch immer das Thor, durch welches man in das Innere des Kontinents von der Ostküste einzieht.
Sansibar liegt auf der gleichnamigen Insel, die zu der: fruchtbarsten des Indischen Ozeans zählt. Ihr Anblick ist anmutig und erfreulich, zu welcher Tageszeit immer der Reisende sich ihr nähert. Am Tage erfreut sein Auge der Anblick der im Grün versteckten Häuser, der anmutigen Wipfel der Kokospalme, der Fahnen, die von den Zinnen der Häuser wehen, des Hafens, in dem ueber: der: arabischer: Daus, den leichten Zweimastern, europäische Dampfer und Kriegsschiffe zu sehen sind. Während der Nach: erblickt das Auge Tausende Lichter und hoch über allen die große Laterne des elektrischer: Leuchtturms, die ihre Lichtwellen auf den Palast des Sultans wirft und ihn magisch aus der Finsternis hervortrete:: läßt.
Sansibar ist eine Stadt, in welcher die Araber Herrscher:. Aus ihrer: ursprünglichen Sitzei: sind sie schor: seit