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In Massala.
Fleisch von Flußpferden essen können, da er mehrere in Nsoia schoß, und es war ein Prachtanblick, etliche hundert Eingeborene um die Mahlzeit sich streiten zu sehen.
Nach einigen unbedeutenden Abenteuern mit den Eingeborenen erreichte Thomson den Kamm einer niedrigen Hügelreihe und da lag das Ende seiner Pilgerfahrt vor ihm — eine glitzernde Bai des großen Sees, umgeben von niedrigen Ufern und nach Süden durch verschiedene Inseln abgeschlossen, das Ganze durch einen dichten Nebel leicht verhüllt und zauberisch unbestimmt gemacht. „Der Blick über die dürr aussehenden Euphorbienbäume," erzählt der Reisende, .„und den zum schlammigen Strande sanft abfallenden Abhang konnte nicht malerisch genannt werden, so angenehm er auch uns war. Diese Scene stach gar zu sehr ab gegen alle Ansichten afrikanischer Seen, welche ich bisher in der glücklichen Lage gewesen war, zu betrachten. In allen vorhergehenden Fällen hatte ich von Höhen von nicht weniger als 2000 Meter auf die gähnenden Abgründe zu meinen Füßen hinabgeschaut; hier aber stand ich auf einem unbedeutenden Hügel und sah ihn sanft in die große Wasserfläche übergehen."
Zwischen Nufidschi und Rowuma.
Wir kehren wieder zur Küste des Indischen Ozeans zurück. Dar-es-Salaam war der letzte Hafeuort, der: wir im Bereich der deutschen Interessensphäre besucht haben. Die Häfen, die weiter südlich liegen, haben nicht mehr die Bedeutung der früher erwähnten. Von ihnen führen nicht so wichtige Karawanenstraßen ins Innere und da die Entdeckungsreisenden in der Regel dem Zuge der Händler folgen, so ist auch das Gebiet dieses Küstenstriches sehr wenig erforscht.
Wendet sich das Schiff südwärts von Dar-es-Salaam zur Küstensahrt, so kann es die Landungsplätze nur am Tage anlaufen, da es hier weder Seezeichen noch Leuchtfeuer gibt.
Der erste bedeutendere Ort, auf den man stößt, ist